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  • Mostviertel wandern: Pyhra - Rudolfshöhe - Ochsenburgerhütte

    Ende November, fast Kurze-Hosen-Temperatur und Sonne pur, da müssen wir in die Berge. Einer der ersten ist die Rudolfshöhe, die neben einer herrlichen Wanderung mit der Ochsenburgerhütte, liebevoll Rudi genannt, lockt. Von Pyhra geht es gemütlich, aber rutschig hinauf und dann für eine lange Strecke am Kamm im Sonnenschein nahezu eben dahin. Plötzlich dringen tropetenartige Schreie an unser Ohr. Wir bleiben stehen, schauen uns um. Nichts. Die Rufe kommen wieder, immer wieder. Und da entdecken wir sie. Gleich einer dunklen Wolke am Himmel kommen auf uns zu. Vögel, besser gesagt ein ganzer Vogelschwarm ist es. Vom Osten fliegen sie nach Westen, kommen immer näher. Schon können wir die spannende Formation erkennen. Gänse? Ja, sie sind unser erster Gedanke. Aber irgendwie schauen die doch anders aus. Also Handy gezückt, Video gemacht und an den Vogelexperten der Familie geschickt. Unser Sohn Wolfram studiert Wildtierökologie und sitzt zu Hause gerade bei seiner Masterarbeit. Sekunden später surrt das Handy. Die Antwort ist da: Kraniche! Und ein "Wie genial, das hätte ich auch gerne gesehen!" Ja, da hat er recht, so ein beeindruckendes Naturschauspiel! Noch dreimal fliegen neue Gruppen über uns. Es sind Hunderte. Zur richtigen Zeit am richtigen Ort, das kann man nicht planen. Was sind wir doch für Glückspilze! Das Besondere ist, dass die Kraniche vor einiger Zeit ihre Flugroute geändert haben und nun statt nur über Ungarn auch über Österreich fliegen. In diesem Artikel findest du mehr dazu: Kranichflug Kurzfassung Wanderung Phyra - Rudolfshöhe - Ochsenburger Hütte Weglänge: 14 km Höhenmeter Anstieg: 359 hm Durchschnittliche Gehzeit: 4:27 - bedenkt hier immer, dass dies die reine Gehzeit ohne Pause ist! Am besten mal mit diesen Werten (und genügend Pufferzeit) vergleichen und so seine eigene Durchschnittszeit berechnen, kann schneller, aber natürlich auch langsamer sein! Schwierigkeit: der Aufstieg ist sehr gatschig und die Wege teilweise durch Maschinen zerfurcht. Mit Bergschuhen und wohl überlegten Schrittes ist es uns aber ohne "Bodenkontakt" und trockenen Fußes gelungen. Bei Schnee und Eis empfehlen wir dir aber Wanderstöcke. Wenn es die Tage vor deiner Tour viel geregnet oder getaut hat, dann wähle besser einen anderen Aufstieg. Wobei es sein kann, dass die Wege bis dahin wieder hergestellt sind und du musst darauf keine Rücksicht mehr nehmen. Kondition: der Aufstieg ist sanft und nur am Beginn der Wanderung. Dann am Kamm geht es nahezu flach weiter. Markierung: Aufstieg top markiert direkt neben unserem Parkplatz. Der Abstieg nicht markiert, aber recht simpel. Parken: entlang der Straße Link: Parken Landschaft/ Erlebnis/ Fotografie: Wald, frische Wiesen und herrliche Ausblicke auf die Alpen und in die Ebene bis St. Pölten und darüber hinaus. Einkehr/ Rast: wir sagen nur "d´Rudi". Die Ochsenburgerhütte der Naturfreunde ist ein echtes Hütten-Juwel! Alles megalecker und optisch ein Schmankerl! Montag und Dienstag Ruhetag (Stand 2022), ganzes Jahr geöffnet! Link: d´Rudi Link zum GPS-Track Link zu ähnlichen Wanderungen: Von Wilhelmsburg zur Rudolfshöhe Beschreibung unserer Wanderung zur Rudolfshöhe am Pyhra Vor der Abfahrt stehen wir noch vor einen großen Entscheidung. Kurze Hose, ja oder nein? Es ist Ende November, der erste Schnee liegt schon hinter uns. Der heutige Tag erinnert aber eher an einen im Spätmärz, wo die Sonne schon Kraft hat und es so richtig nach Frühling riecht. Aber sicher ist sicher, besonders bei einem Aufstieg von Norden, wo wir längere Zeit im Schatten unterwegs sind. Von Wald bei Pyhra (und ja, ich muss schon wieder aufpassen, dass ich das "h" an die richtige Stelle setze) geht es los. Direkt am Beginn des Wanderweges finden wir an der Straße einen Parkplatz, wo wir sicher keinen stören. Matschig, aber sanft geht es auf die Rudolfshöhe Eine breite Forststraße bringt uns die ersten gemütlichen und sonnigen Höhenmeter hinauf. Der Weg ist einfach zu finden und perfekt markiert. Einzig der Untergrund wird spannend. Zwei tiefe matschige Rillen links und rechts, in der Mitte eine "Hochebene". Was da wohl für ein Gerät gefahren ist bei der Waldarbeit. Ein normaler Traktor besitzt nicht so viel Beinfreiheit. Der würde wohl aufsitzen. Es ist zwar ein wenig rutschig und immer wieder gibt es Pfützen, dennoch geht es gut voran. Einmal bleibe ich im Matsch mit einem Fuß stecken und muss gleich mal an die Sümpfe denken. Es ist, als würde man meinen Fuß festhalten. Wäre es nicht der geschnürte Wanderschuh, dann hätte ich ihn sicher im Schlamm verloren. Einzig nach Tau- oder Regenwetter ist es hier nicht empfehlenswert. Die vergangenen Tage waren trocken und dennoch ist hier alles nass. Im Winter vergiss die Wanderstöcke nicht, hier sind sie sicher angenehm als Stütze. Bis wir den Kamm erreichen ist es immer mal wieder etwas matschig. Alles aber kein Problem, es geht gut voran und wir landen auch nicht auf dem Hosenboden. Aus dem Wald gelangen wir auf eine Wiese. Sattes Grün mit markanten Obstbäumen empfängt uns. Ja, nicht nur die Temperaturen deuten heute auf Frühling, sondern auch die Wiesen schauen so richtig schön saftig aus. Ein wenig geht es noch bergauf, dann aber wird es immer flacher. Dem Waldrand entlang wandern wir weiter Richtung Ochsenburgerhütte. Wegweiser in Hülle und Fülle und ohnehin nur ein Weg machen es uns leicht. Der Blick in die Berge ist herrlich. Ötscher schon im weißen Winterkleid, der Muckenkogel oben angezuckert. Die Wiesen ringsum strahlen heute im frischen Grün, in den Wäldern sind noch die letzten orangegelben Lärchen als Kontrast zu den sanften Holzfarben und Nadelbäumen zu sehen. Was für ein Tag! Vorbei an einem Bauernhof führt uns der Weg weiter entlang am Waldrand. Plötzlich hören wir ein trompetenartiges Rufen, eindeutig vom Himmel kommend. Nichts zu sehen. Wir drehen uns im Kreis, nichts. Komisch. Sind es die Krähen auf einem der nahen Bäume? Was kommt da am Himmel auf uns zu? Kraniche! Doch wieder hören wir es. Ganz weit in der Ferne, am südöstlichen Horizont, da bewegt sich etwas. Einer schwarzen Wolke gleich kommt es näher. Vögel, ein riesiger Schwarm. In Formation fliegend. Stehen und staunen. Was kommt da auf uns zu? Das Geschrei wird lauter, die Körperform deutlicher sichtbar. Gänse? Nein, die schauen doch anders aus. Aber was ist das? Schnell ein Video gemacht und unserem Sohn Wolfram geschickt. Er sitzt zu Hause und schreibt seine Masterarbeit in Wildtierökologie. Der Vogelexperte der Familie. Sekundenschnell die Antwort: Kraniche. An die hätte wir nun so gar nicht gedacht. Erst seit Kurzem ziehen sie auf ihrer Flugroute über Österreich. Was für ein glücklicher Moment, dieses Naturschauspiel zu beobachten! Noch drei weitere Male komme riesige Gruppen auf uns zu und fliegend laut kreischend über uns Richtung Westen. Staunend und voller Freude gehen wir weiter in Richtung Rudolfshöhe. Fast eben ist die Strecke, ein hübsches Marter samt Sonnenbankerl liegt am Weg. Auf d´Rudi ist schon einiges los. Wir sind nicht die einzigen, die diesen Sonnentag bei einer Wanderung genießen. Draußen oder drinnen sitzen, beides ist möglich. Auf in d´Rudi, die Ochsenburger Hütte der Naturfreunde! Wir gehen hinein, schließlich ist d´Rudi von innen sehr hübsch. Eine klasse Gestaltung hat sie und eine klasse Speisekarte, was ja noch wichtiger ist. Ob vegetarisch oder Schweinsbraten, ob Suppe oder Nachspeise. Alles schmeckt überaus lecker! Hinunter geht es nun bis zum Wald unseren wunderbaren Kammweg retour. Vogelschwärme sind keine mehr unterwegs, aber der wechselnde Sonnenstand zaubert neue Stimmungen in die umliegenden Wälder. Herrlich! Wenn der Wanderweg in die Wiese übergeht, bleiben wir diesmal am Weg und folgen ihm an Bauernhöfen vorbei bergab. Beim dritte Gebäude macht die Straße eine Kurve. Davor zweigt der Weg nach links in die Wiese hinein ab. Den Weganfang siehst du aktuell nicht, weil hier angeschüttet wurde. Gemütlicher Abstieg von der Rudolfshöhe nach Pyhra Durch die Wiese erreichen wir aber schon nach wenigen Metern den Weg. Er bringt uns bergab zu einem Durchgang auf eine Weide. Quer über die Wiese bringt er uns zu einem kleinen Wäldchen, das wir durchqueren. Dann führt er weiter hinaus in Richtung eines Bauernhofes. Dort wird aus dem Wiesenweg wieder ein asphaltierter. Möchtest du im Sommer mit Weidetier diese Wanderung unternehmen, dann kannst du alternativ auf der Straße bleiben und so ins Tal gehen. Wir folgen nun der Hofzufahrt weiter ins Tal und gelangen auf die Straße. Hier wenden wir uns nach links und es geht zurück nach Wald. Auch wenn es eine Straße ist, hier ist nicht viel los. Hast du im Abstieg beim Bauernhof die Variante mit dem Verbleib auf dem asphaltierten Weg gewählt, dann kommst du nur ein bisschen weiter außerhalb von Wald auf die Straße. Einfach nach links gehen bis in den Ort. Tourdaten wandern Rudolfshöhe ab Pyhra mit Ochenburgerhütte

  • Niederösterreich Birdwatching: Kranichflug

    Da geht man gemütlich auf die Rudolfshöhe und plötzlich lautes Schnattern. Der Blick zum Himmel. Nichts. Einmal im Kreis drehen. Nichts. Die Vogelstimmen werden aber immer lauter. Plötzlich am Horizont eine schwarze Wolke, die sich bewegt. Ja, das sind sie! Aber was sind sie? Gänse oder Krähen? Die Formation kommt immer näher. Wunderbar anzuschauen, was für eine riesige Menge. Hunderte sind es, die vom Osten in Richtung Westen ziehen. Ein Video gemacht und dem Sohnemann geschickt. Wolfram ist gerade am Ende seines Master-Studiums des Wildtierökologen und Vogelkenner. Kurze Zeit später, das Handy brummt. Die Antwort ist da: Der Flug der Kraniche! Und ein begeistertes "Wow, da wäre ich jetzt gerne dabei!" Noch drei weitere Mal sehen wir eine Formation über uns hinweg ziehen, begleitet von ihren trompetenartigen Rufen. Zuerst als kleine Punkte am Horizont, dann immer näher und schöner erkennbar. Unverhofft kommt oft, geht mir durch den Sinn. Was für ein Naturerlebnis! Was für ein glücklicher Zufall, dass wir gerade jetzt hier unterwegs sind! Birdwatching vom Feinsten! Fakten zum Kranich-Flug über Österreich Erst seit einigen Jahren kann man dieses spektakuläre Naturschauspiel auch in Niederösterreich beobachten. Grund dafür ist eine geänderte Flugroute der baltisch-ungarischen Züge. Start ist in den Brutplätzen in Finnland und Mittel- und Ostestland. Von dort aus ziehen sie über Österreich nach Nordafrika, Südfrankreich und Spanien. Ursprünglich verlief die Flugroute über Ost- und Süd-Ost-Ungarn. Dort tummelten sich die Kraniche in Tausenden auf den Rastplätzen, bevor es weiter nach Süden über den Balkan in den Nahen Osten ging. Österreich bekam dabei nur sehr selten Besuch von einigen wenigen Vögeln. Aus bisher noch nicht geklärten Ursachen änderten die Schwärme aber ihre Flugstrecke. Sie fliegen nun sowohl nördlich als auch südlich der Alpen. So kann man sie besonders in Ost-Österreich beobachten. Selbst in den großen Städten wie Wien oder Salzburg ist ein Birdwatching möglich. Der derzeit einzige Boden-Rastplatz der Kraniche liegt am Neusiedler See im Burgenland, wo sie ein oder zwei Tage Rast machen. Wissenswertes zum Kranich Der europäische Kranich heißt mit wissenschaftlichen Namen Grus grus. Seine Größe liegt bei 95 bis 120 cm, das Gewicht erreicht 5100 bis 6100 Gramm. Er isst pflanzliche und tierische Nahrung mit einem hohen Anteil an Erntereste während seines Zuges in die Winterquartiere. Sein Lebensraum und Brutplatz liegt in Feuchtgebieten wie Sümpfen, Mooren und nassen Wäldern. Landwirtschaftliche Flächen dienen der Überwinterung. Die Brutzeit ist von März bis Mai, er ist ein Bodenbrüter. Der älteste Kranich in einem Zoo wurde über 42 Jahre alt, in der Natur zeigte ein Ringfund 17 Jahre und drei Monate. Sein Status gilt als nicht gefährdet. In Europa geht man von 113.000 bis 185.000 Vögel aus, weltweit rund 500.000. Ein Rückblick in die 1970er-Jahre zeigt andere Zahlen. Damals gab es in Ostdeutschland 370 Paare und in Westdeutschland nur noch 17 (!). Im Jahr 2018 brüteten erstmals seit 1885 wieder Kraniche in Österreich, besser gesagt im Waldviertel! Es war der erste bestätigte Nachweis einer Brut seit mehr als 130 Jahren. Der einstige Brutplatz in Oberösterreich im sogenannten Margolholz wurde damals nach Entsumpfungsarbeiten verlassen. Seither galt der Kranich als ausgestorben. Die erste Wellle der Kranichzüge fliegt meist Ende Oktober, nun folgen die restlichen Vögel. Hier findest du eine Abbildung der Flugroute und die Route: Kranich Du interessierst dich für Vögel? Hier der Link zu Birdlife Österreich

  • Wachau wandern: Aggsbach - Luftberg - Aggstein

    Was gehört zum Wandern in der Wachau unbedingt dazu? Ja, ganz klar, ein Ausblick auf die Donau und schmale Wege durch die knorrigen Eichenwälder! Am Luftberg oberhalb von Aggsbach findest du beides! Hinzu kommt ein herrlicher Blick auf die Ruine Aggstein und die Möglichkeit die Tour einfach zu verlängern, wenn du nicht nur zur Raubritterburg hinüber schauen magst, sondern sie auch besuchen willst. Gerade in den Wintermonaten mit kurzen Tagen sind Wanderungen unter fünf Kilometern eine feine Sache. Keine Sorge, es nicht vor der Dämmerung aus dem Wald heraus zu schaffen. Auch noch am Nachmittag Zeit genug für die Tour. Die Wachau bietet noch den zusätzlichen Vorteil, dass es meist ein paar Grade wärmer ist als in Restösterreich. Schnee findest du hier wirklich nur selten. Meist ist er ebenso schnell verschwunden wie er gekommen ist. Kurzfassung wandern Wachau von Aggsbach auf den Luftberg mit Blick zur Aggstein Weglänge: 4 km Höhenmeter Anstieg: 180 hm Durchschnittliche Gehzeit: 1:28 - bedenkt hier immer, dass dies die reine Gehzeit ohne Pause ist! Am besten mal mit diesen Werten (und genügend Pufferzeit) vergleichen und so seine eigene Durchschnittszeit berechnen, kann schneller, aber natürlich auch langsamer sein! Schwierigkeit: Feld- und Waldwege, leichte Steige. Oben am Luftberg etwas steiler. Wenn es rutschig ist, sind Wanderstöcke sicher eine gute Hilfe. Kondition: wenige Höhenmeter und diese gut verteilt. Markierung: bestens markiert und einfach zu finden! Parken: beim Gemeindeamt Link: Parken Landschaft/ Erlebnis/ Fotografie: Wachau vom Feinsten - wunderbare Landschaft Einkehr/ Rast: mitten in der Wachau gibt es viele Heurige... Die Residenz Wachau liegt vorne an der Donau. Hier kannst du nach der Wanderung einkehren und übernachten! Link: Residenz Wachau Link zum GPS-Track Link zu ähnlichen Wanderungen: Maria Langegg - Aggstein Rossatzbach - Seekopf Bacharnsdorf - Marillenmeile - Römerstraße Beschreibung unserer Wanderung von Aggsbach auf den Luftberg Mitten in Aggsbach findest du vor dem Gemeindeamt den perfekten Parkplatz. Eine gut gefüllte Bücherzelle lockt uns, einen Blick ins Innere zu werfen, bevor wir los wandern. Wir mögen diese unkonventionelle Nutzung der alten Telefonzellen sehr. Besonders, wenn sie so gepflegt sind wir hier. Entlang der Straße folgen wir der Straße nach hinten Richtung Dunkelsteinerwald. Bei der nächsten Kreuzung biegen wir links ein. Es geht bergauf! Bald verlassen wir Aggsbach und wir erreichen den ersten Marillengarten. Dahinter nahe am Wald schauen Hirsche zu uns herab, ein Wildgehege! Wir wenden uns nach links und gehen so wieder Richtung Donau. Dann folgt eine Kurve nach rechts und es geht leicht bergauf zum Wald. Oben am Luftberg führt ein schmaler Pfad nach oben zu einem herrlichen Aussichtspunkt! Wachau wie wir sie lieben. Schroffe Felsen, knorrige Bäume und der Blick auf die Donau. Heute weht uns hier der Wind um die Nasen, aber dank der milden November-Temperaturen ist es angenehm. Im Sommer wäre hier ein schöner Jausenplatz. Den gleichen Weg steigen wir wieder hinunter zur Kreuzung. Jetzt wird es das einzige Mal steil. An einem rutschigen Tag heißt es hier für ein paar Meter gut aufpassen. Dann folgt ein schmaler, steiniger Pfad. Er bringt uns langsam steigend durch den Eichenwald entlang der Donau flussabwärts. Ein richtig schöner Höhenweg mit allem was dazu gehört. Steinmännchen weisen dir den Weg, wobei es ohnehin nur den einen gibt und du dich nicht verlaufen kannst. So gelangst du zu einer Wegkreuzung mit Wanderpfeilen. Du könntest hier die Tour großzügig verlängen und auf die Ruine Aggstein aufsteigen oder sogar bis nach Maria Langegg gehen. Aprops Ruine Aggstein, ein spannender Blickwinkel zur Raubritterburg erwartet dich! Wir steigen jedoch ab, zuerst durch den Wald und bald darauf in den Feldern und Obstgärten. Gegenüber im Wald siehst du die Kartause Aggsbach, ein sehr spannendes Gebäude. Nach einem Schwenk nach rechts schließt sich unsere Rundtour direkt beim Hinweg und wir gehen nach Aggsbach hinunter zum Auto. Tourdaten wandern Aggsbach Luftberg Gastronomie und Übernachten Aggsbach An Heurigen mangelt es hier in der Wachau bekanntlich nie. Link: Heurige Link: Gastronomie Übernachten: Hotel Residenz Wachau Hier kannst du in Gästezimmern übernachten oder den Campingplatz besuchen: Gasthof Camping Stumpfer Gasthof und Pension Lechner Ferienwohnungen: Weinengel

  • Oslo: Frogner House, Hotel-Appartment-Tipp

    Das richtige Hotel in einer Stadt zu finden, ist ja oft nicht so einfach. Für uns gibt es die Top3-Punkte, die erfüllt sein müssen. Das Frogner House im Herzen von Oslo ist unsere Wahl bei der Städtereise in Norwegens Hauptstadt. Denn auch wenn es ein Appartment ist, gibt es Frühstück! Ein Tipp für deinen City-Trip. Punkt Eins der "nicht-verhandelbaren" Anforderungen an eine Unterkunft ist die Lage. Wir lieben es, Städte zu Fuß zu erkunden und möchten direkt vom Appartment aus starten können. So eine richtig feine Stadtrunde drehen. Von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit schlendern. Und abends nicht auf die Uhr schauen müssen, wann die letzte Ubahn oder der letzte Bus geht. Wichtig ist uns dann noch, dass wir es bei der Anreise gut mit dem Flughafen-Zug oder Bus errreichen können. Punkt Zwei ist das Frühstück. Abendessen und mittag genießen wir gerne irgendwo unterwegs. Ja, da möchten wir flexibel sein. Nach Lust und Laune des jeweiligen Tages entscheiden. Aber das Frühstück, das wollen wir im Hotel genießen. Aufstehen, zum Frühstück gehen und dann in aller Ruhe fertig machen für den Stadtrundgang. Ohne Frühstück? Geht gar nicht, dann erst auf die Suche nach einem Lokal machen, finden wir stressig. Punkt Drei ist das Ambiente. Es muss keine teurer Unterkunft sein, aber hübsch! Es muss uns beim Aussuchen "anspringen". Das Zimmer kann durchaus auch kleiner sein, aber dann knuffig gemütlich. Ein schönes Badezimmer ist uns wichtig. Und wenn es dann noch einen schönen Blick aus dem Zimmer gibt, perfekt. Fernseher haben wir schon zu Hause seit mehr als zehn Jahren keinen mehr, der ist uns auch auf Reisen egal. Ach ja, möglichst ruhig soll es sein. Das Frogner House in Oslo sticht uns von den Bildern her gleich ins Auge. In einer hübschen Villa, schmuck anzuschauen. Die Fotos zeigen ein gemütliches Appartment mit einer Küchenzeile und einem großzügigen Badezimmer. Die Lage direkt hinter dem Königspalast und unweit einer Haltestelle des Flughafen-Zuges perfekt. Aber Apparment und Frühstück? Überraschung, das gibt es! Jeden Morgen steht es vor unserer Zimmertür. Herrlich frisch und abwechslungsreich. Von Getränken über Fruchtsaft bis Obst und Brötchen alles dabei! Sogar eine Mehlspeise fehlt nicht! Perfekt! Fazit: eine dicke Empfehlung für dieses charmante Apparment in Oslo. Frogner House, wir lieben dich! Alles perfekt, wunderbar ruhig zum Schlafen. Hübsch anzuschauen und himmlisches Frühstück. Link: Frogner House Booking.com

  • Oslo: Sehenswürdigkeit Barcode-Viertel

    Warum heißt ein Viertel Barcode? Schnell beantwortet, weil es aus der Luft wie ein Barcode aussieht. Diesen erkennst du zwar nicht, wenn du gemütlich durch diesen modernen Teil von Oslo spazierst. Aber eine Top-Sehenswürdigkeit ist es dennoch! Ehrlich gesagt, bei modernen Gebäuden sind wir nicht immer begeistert. Schreien nicht gleich laut "Juhu", nur weil etwas neu ist. Aber wir sind offen, für Altes wie für Neues. Uns gefällt beides gleichermaßen gut wie wir auch bei beiden durchaus mal feststellen: So gar nicht unser Geschmack. Und das ist gut, denn alles bejubeln ist doch wie nichts bejubeln. Aber zurück zu Oslo. Hier liegen Moderne und Historisches wie in einem Ehebett nebeneinander. Und spannend, so passt es perfekt. Sind wir noch eben auf der Festung, so stehen wir gefühlt ein paar Atemzüge später im Barcode-Viertel. Und ehrlich, wir bleiben stehen und staunen. Was für coole Gebäude voller Spannung, Kontraste und doch Harmonie. Ein Gesamtkunstwerk der modernen Architektur. Schlichtweg gelungen, durch und durch. Unten lauschige Ecken, Grün und typisch für Oslo Skultpuren. Immer dort, wo man so gar nicht mit ihnen rechnet. Stehen einfach da, ohne viel Tamtam. Ein paar Fakten zum Barcode. Insgesamt sind es zwölf Hochhäuser im Stadtteil Bjørvika mit rund 180.000 Quadratmetern Bürofläche und 400 Wohnungen. Erbaut zwischen 2005 und 2016. Wie so oft bei innovativen Ideen traf die Idee zuerst auf großen Widerstand, wird aber heute als Skyline von Oslo gefeiert! PwC-Bygget ist das erste Barcode-Hochhaus mit zwölf Etagen. 2020 erhielt es einen dreizehnten Stock und misst seither 46 Meter. An der Seite hat es eine Öffnung, die der Höhe von fünf Stockwerken entspricht. Das breiteste Hochhaus ist das KLP-Bygget mit 18 Etagen und 64 Metern. The Wedge ist beim Blick vom Osten im Vordergrund, es hat eine Backsteinfassade und einen keilförmigen Grundriss. Aber eines haben sie alle gemeinam bei all den Unterschieden. Spannende Gestaltung und innovative Ideen, du wirst begeistert sein! Uns begeister das ganze Viertel rund um die Barcode Hochhäuser bis hinunter zum Munch Museum. Du möchtest mehr über die Sehenswürdigkeiten von Oslo erfahren? Hier der Link zu unserem Blogbeitrag: Stadtrundgang Oslo

  • Oslo: Sehenswürdigkeit Deichmann Bibliothek

    Ja, wir lieben sie, die Bibliotheken. Egal ob moderne wie die Deichmann Bibliothek in Oslo oder historische wie in einem Stift oder Kloster. Zuerst durchschlendern, dann hinsetzen und alles wirken lassen. Ja, so haben wir es auch hier gemacht und die Zeit in diesem spannenden Gebäude genossen. Bei deinem Spaziergang durch die Altstadt und das moderne Oslo rund um Oper und Barcode-Viertel kommst du bei der Deichmann Bibliothek vorbei. Sie liegt unweit des Bahnhofs und ist für jedermann zugänglich. Ein kleiner Rückblick in die Geschichte der größten öffentlichen Bibliothek Norwegens. 1780 vermachte der Fabriksbesitzer Carl Deichmann seine Bibliothek mit rund 6000 Büchern und 2000 Riksdaler als Kapital an die Bevölkerung von Oslo. Am 12. Jänner 1785 folgte die Eröffnung der Bibliothek. Im Gegensatz zu anderen Bibliotheken war hier das Entleihen kostenlos. Dennoch wurde nur wenig ausgebort. Die meisten Bücher waren nicht auf norwegisch und von den Themen her eher Fachliteratur. Im 19. Jahrhundert waren private Lesezirkel in Mode, der Gang in die Bibliothek eher selten. Mitte des 19. Jahrhunderts wurde die Deichmann Bibliothek zur Schulbibliothek. Mit einem neuen Leiter kam nun der Aufschwung und sie wurde zur führenden Bibliothek von ganz Skandinavien. 2014 begannen die Bauarbeiten zum neuen Gebäude, das 2020 eröffnet wurde. Modern, auf mehreren Ebenen angelegt und spannend gestaltet. Sie zu erleben sei dir empfohlen auf einem Spaziergang durch die Straßen von Oslo. Es herrscht reges Treiben und dennoch inspirierende Stille. Immer wieder andere Raumkonstellationen in den einzelnen Ebenen, dennoch ein Ganzes der Hamonie. Am besten, machst du dir selbst ein Bild von diesem Gebäude in unmittelbarer Nähe des Barcode-Viertels! Du möchtest mehr über die Sehenswürdigkeiten von Oslo wissen? Hier der Link zu unserem Artikel: Stadtrundgang Oslo Du willst dich genauer über die Deichmann Bibliothek informieren? Link: Deichmann

  • Oslo: Sehenswürdigkeit Rathaus mit Glockenspiel

    Mehr wie eine Festung schaut es ja aus, das Rathaus von Oslo mit seinen zwei Türmen. In einem von ihnen ist das bei den Osloern so beliebte Glockenspiel, das 18 Mal am Tag zur vollen Stunde ertönt. Mit allen 49 Glocken bis auf eine. Ja, du liest richtig, bis auf eine, die launische Glocke. Sie fiel bei den Vorbereitungen zum 1000-Jahr-Jubiläum der Stadt auf. Dadurch, dass sie falsch klang, so gar nicht harmonisch zu ihren Glocken-Brüdern und Schwestern. Also wurde sie abmontiert und aufbewahrt. Doch dann dachte man sich wohl, schade drum. Hängte sie am Hafen auf, wo sie seither eine Touristenattraktion ist. Mit einem Fußpedal kannst du sie zum Klingen bringen. Dieses Pedal hat einen Namen: Cry Baby. Wie passend! Humor haben sie ja bekanntlich, die Nordländer. Aber zurück zum Rathaus selbst. Es ist ein überaus momumentales Gebäude aus 1950. Wobei 1950 nur die Eröffnung stattfand, gebaut wurde es schon seit vielen Jahren. Zweiter Weltkrieg und sonstige Turbulenzen verzögerten die Fertigstellung. Die Innenausstattung ist sehr künstlerisch. 1936 wurde ein Wettbewerb ausgeschrieben für diesen Auftrag. Geschichte, Kultur und Kunst Norwegens sollten repräsentiert werden. Im Zentrum sollte das Volk stehen. Die Materialien mussten aus Norwegen stammen. Für den "Munchraum" wurde das Gemälde "Leben" von Eduard Munch angeschafft. Die Festgalerie von Axel Revold, der Bankettsaal von Johan Wilhelm Midelfart gestaltet. Alljährlich findet am 10. Dezember, dem Todestag von Alfred Nobel, hier die feierliche Verleihung des Nobelpreises statt! Du möchtest mehr Sehenswürdigkeiten von Oslo kennenlernen? Hier der Link zu unserem Blog-Beitrag: Stadtrundgang Oslo Mehr Infos zu Oslo: Visitoslo

  • Oslo: Sehenswürdigkeit Opernhaus

    Das Opernhaus von Sydney, das kennt wohl jeder, oder? Aber das von Oslo? Ehrlich, bis zu unserem Besuch in der Hauptstadt Norwegens war es uns gänzlich unbekannt. Was für ein Versäumnis! Die Oper von Oslo besticht mit ihrer einzigartigen Architektur und einer "Betreten erlaubt und erwünscht"-Mentalität. Übersehen kannst du sie nicht im Hafen von Oslo, einfach entlang der Festungsmauern spazieren, um die Ecke gehen und dann ist sie schon da. Wie ein riesiger Eisberg steigt sie quasi aus dem Wasser des Fjordes empor. Teils auf Pfählen gebaut ist sie 242 Meter lang und 110 Meter breit. Entworfen von Snøhetta, die sich gegen 200 Konkurrenten mit ihrem Entwurf durchsetzte. Zu recht, wie wir finden, während wir gegenüber der Oper an der Hafenpromenade stehen und sie bewundern. Besonders ist aber nicht nur die äußere Form des Gebäudes, sondern auch die Tatsache, dass sie eine begehbare Dachlandschaft hat. Es ist eine riesige Aussichtsplattform, die einen herrlichen Blick auf die Stadt und das Meer bietet. Die Außenhülle der Oper besteht aus weißem Carrara-Marmor und Glas. Insgesamt sind es 38.000 Einzelplatten, die das architektonische Kunstwerk bilden. Nimm dir genug Zeit, über die Rampe nach oben zu gehen und diesen besonderen Moment zu genießen. Spannend ist das Innere des Opernhauses. Leider konnten wir keine Aufführung genießen und nur das Foyer bewundern. Der italienische Marmor findet sich auch hier wieder, ergänzt von dunkler Eiche. 15 Meter hohe Glaswände geben den Blick aufs Meer frei, vor dem Glas sind schräge Stützen sichtbar. Ein beeindruckender Anblick innen wie außen! Hier eine Oper zu erleben steht auf unserer To-Do-Liste für den nächsten Besuch in Oslo! Link: Oper Oslo Du möchtest mehr Sehenswürdigkeiten von Oslo kennenlernen? Hier der Link zu unserem Blogbeitrag: Stadtrundgang Oslo

  • Oslo: Sehenswürdigkeiten Altstadt und Moderne

    Unser Appartment liegt in nächster Nähe zum Königspalast. Warum? Wir lieben es, zu Fuß die Sehenswürdigkeiten der Altstadt zu besuchen. Einfach herumzuschlendern, ohne auf Buszeiten oder Ubahnen Rücksicht nehmen zu müssen. In vielen Städten funktioniert das herrlich, auch in Norwegens Hauptstadt Oslo. Hier gehen historischer Stadtkern und Moderne ineinander über. Bilden eine perfekte Symbiose und ergänzen sich. Zuerst besuchen wir den Schlosspark von Oslo und bewundern das Schloss. Ein Königshaus zu haben hat für uns als Österreicher mit Sissi und Franz Josef ja doch einen nostalgischen Liebreiz. Schön wäre es halt schon, wenn auch in Schönbrunn noch ein Kaiser mit seiner Kaiserin wohnen würde und immer mal wieder huldvoll aus dem Fenster und vom Balkon grüßt. Träumereien, aber hier in Norwegen mit König Harald und Königin Sonja erlaubt, oder? Direkt am vorderen Ende des Parks starten wir in die Altstadt, bewundern so manches historisches Gebäude wie das Nationaltheater, entdecken vielerlei Skultpuren und wenden uns dann nach rechts Richtung Meer. Dabei sticht uns das Rathaus ins Auge. Was für ein beeindruckender Bau, fast wie eine Festung steht es da. Zwei Türme und seine rotbraune Farbe zeichnen es aus. Das Gebäude wurde 1950 eröffnet und ist für seine Innenräume voller Kunstwerke berühmt. Im Turm befindet sich ein Glockenspiel mit 49 Glocken, die 18 Mal am Tag zur vollen Stunde ertönen. Die Osloer schätzen es sehr, was wir gut verstehen können. Glockenspiele haben schon was! Gleich dahinter sind wir im Hafen angelangt. Schau genau, dort findest du eine Glocke, die du mit einem Pedal betätigen kannst. Es ist die launische Glocke aus dem Rathaus. Beim 1000-Jahre-Jubiläum Oslos kontrollierte man im Vorfeld der Feierlichkeiten auch die Glocken und stellte fest, dass eine verstimmt war. Eben jene. Sie wurde abmontiert und aufbewahrt. Schade drum, dachte man sich wohl und hängte sie im Hafen auf. Das Fußpedal trägt den Namen "cry baby". Klar, haben wir es ausprobiert. Wenn du dem hafen nach links folgst, kannst du sie nicht übersehen. Die Akershus Festung thront auf einem Hügel über dem Meer. Errichtet bereits 1299 und im Laufe der Jahrhunderte immer weiter ausgebaut überstand sie so manche Belagerung. Du kannst sie besichtigen! Von der Anhöhe hast du einen herrlichen Blick auf den Fjord und Oslo! Wir spazieren weiter dem Wasser entlang und gelangen so zum einem moderen Highlight. Das Opernhaus von Oslo, was für ein spannender Bau! Mutige Architekten, mutige Stadtväter und -mütter. Schräg auf Rampgen geht es hinauf aufs Dach. Ja, du hast richtig gelesen. Hier heißt es nicht "Betreten verboten", sondern "Betreten erwünscht". Natürlich gehen wir ganz hinauf und freuen uns über den tollen Ausblick. Wenn du von hier aus exakt in die Gegenrichtung vom Meer schaust, dann hast du leicht rechts von dir das moderne Barcode-Viertel und links die Deichmann-Bibliothek. Gehst du noch ein Stückchen am Meer weiter, dann bist du beim Munch-Museum. Es ist nicht zu übersehen, steht doch Munch in großen Lettern am Haus. Ja, ist nicht zu übersehen. Am Stadtplan ist es jedoch noch am alten Standort viel weiter hinten in der Stadt eingezeichnet. An einem Tag wollten wir es besuchen, haben uns E-Scooter ausgeborgt und sind rauf gefahren. Tja, man sollte halt mehr seinen Augen und weniger alten Stadtplänen trauen. Das Positive an der Irrfahrt war aber eine coole, lange Scooter-Fahrt. Wie so oft im Leben, kein Nachteil, der nicht auch einen Vorteil hat. Das Munchmuseum ist mehr als einen Besuch wert, plane ein paar Stunden ein und lass dich überraschen, was Munch abgesehen vom berühmten Schrei noch alles erschaffen hat. Link zu unserem Artikel: Munch Das Barcode-Viertel schaut von oben wie ein Barcode aus, daher der spannende Namen. Aber auch von unten beim Spazieren ist es sehr beeindruckend. Moderne Architektur vom Feinsten! Retour Richtung Quartier kommen wir noch bei der Deichmann-Bücherei vorbei. Hier solltest du zumindest kurz hinein schauen. Ja, die Norweger verstehen es, interessante Gebäude zu schaffen. Über den Bahnhof schlendern wir in die Fußgängerzone, immer wieder entdecken wir Skulpturen. So vielfältig wie die Stadt Oslo selbst! Modern und historisch, nebeneinander. Verträgt sich gut! Diesen "Kern" von Oslo kannst du gut bei einem Spaziergang entdecken. Dein Start einfach in der Nähe deines Innenstadt-Hotels wählen und eine Runde drehen. Lass dich treiben, du kannst dich nicht wirklich verlaufen und letztendlich einfach wieder zum Meer. Von dort hast du mit Oper und Festung zwei gute Anhaltspuntke, wo du bist. Links zu Sehenswürdigkeiten Oslo Link: Opernhaus Oslo Offizielle Seite von Olso: Visitoslo

  • Oslo: Munchmuseum, spektakulär außen und innen

    „Der Schrei“ von Edward Munch, wohl eines der berühmtesten Gemälde unserer Welt. Und doch ist Eduard Munch viel mehr als dieses eine Gemälde, von dem es spannende Varianten gibt. Unweit der Oper und des Barcode-Viertels liegt es, das neue monumentale Gebäude, in dem eine sehr umfangreiche Schau das Werk des norwegischen Künstlers zeigt. Am Berg und etwas außerhalb des Zentrums lag das Museum noch bis vor Kurzem. So ist es auch in die Stadtpläne eingezeichnet, die am Flughafen zum Mitnehmen bereit liegen. Klar, dass wir das mal nicht hinterfragt habe und auf unseren E-Scootern hoch gedüst sind. Alles zu, schaut verlassen aus. Gut, wir sind zu früh. Dann im Internet recherchiert. Alles klar, falscher Ort! Wenn du vom Hafen kommend Richtung Oper spazierst, dann fällt dein Blick automatisch auf das imposante Gebäude rechts von der Oper. Der obere Teil fächert sich auf und ragt über die unteren Stockwerke. Seitlich steht Munch - also bleiben da mal keine Zweifel! Das Ticket kannst du online oder Vorort kaufen. Wir kaufen direkt und entscheiden uns zusätzlich für den Audioguide. Es gibt ihn auch auf deutsch! Die Informationen sind unterhaltsam gestaltet, weder zu umfangreich noch zu oberflächlich. Für uns ist es perfekt! Dein Gepäck wie Rucksäcke, Regenschirme oder Jacken kannst und musst du in einem Schließfach abgegeben. Den Code kannst du selbst wählen, Münzen brauchst du also nicht! Dann geht es über Rolltreppen in den vierten Stock. Hier ist das Kernstück der Ausstellungen. Ehrlich, ich wusste nicht, dass Munch´s Werk so umfangreich und unterschiedlich ist. Hier findest du auch sein berühmtesten Werk. Spannend ist, dass es drei Varianten gibt: die bekannte in den dominanten Rottönen, ein zweites wesentlich zarteres und dann noch einen Holzschnitt. Das Grundthema ist gleich, dennoch gibt es leichte Varianten. Mal sind Schiffe am Horizont zu sehen, mal nicht. Die Männer in der Ferne stehen anders. Du siehst nie alle drei Bilder auf einmal. Immer nur eines ist geöffnet, die anderen beiden liegen im Schwarz versteckt. Stündlich zur vollen Stunde wechseln sie. Klingt nach lang, oder? Ist es aber nicht. Beim ersten Durchgang siehst du Variante 1, dann gehst du ja noch in den sechsten Stock und vielleicht wie wir in den Kinderbereich (unbedingt ;) und ins Restaurant oder die Dachterrasse. Die Zeit hier drinnen vergeht wie im Flug. Nach dem vierten geht es in den sechsten Stock. Monumentale Werke kreisend um das Thema „Sonne“ überwältigen uns. Niemals hätten wir diese Gemälde Munch zugeordnet. Pastellig leicht, luftig und fast fröhlich anmutend. Die Universität Oslo plante eine Neugestaltung - Künstler waren aufgerufen, Gestaltungsvorschläge zu bringen. Munch lieferte sich mit einem zweiten heimischen Maler einen Wettstreit. Lange gab es keine Entscheidungen, ein Förderverein Munchs kaufte die Werke und stellte sie dann der Universität zur Verfügung. Für uns geht es noch weiter nach oben. Auf der folgenden Ebene gibt es eine Mischung von Werken verschiedensten Künstler von Picasso bis Klee. Dann besuchen wir den Kinderbereich. Sehr witzig - hier dürfen die Wände beschrieben und bezeichnet werden! In einem Tunnel können die Papierwände mit UV-Stiften gestaltet werden, alles leuchtet farbenfroh! In einem Raum mit dem Schwerpunkt auf die Holzdrucke gibt es für die Kinder Papier und Schnitte zum Abrubbeln. Ganz oben laden Restaurant und Skybar zu einer Pause ein. Bei schönem Wetter kannst du aufs Dach hinausgehen. In jedem Fall aber genießt du den Blick über die Stadt. Wie es sich bei einem Museum gehört, findest du im Erdgeschoß einen Shop. Wirklich coole Sachen für Groß und Klein gibt es hier! Bis hin zum Schrei als Radiergummi. Das Munch-Museum Oslo - wenn du nur Zeit hast für ein Museum, dann ist es unsere Wahl! Architektur, Ausstellung und Gestaltung sind ein Gesamtkunstwerk! Link: Munch-Museum

  • Oslo: Sightseeing Bootstour durch den Oslofjord

    Malerisch am Meer liegt Oslo, die Hauptstadt von Norwegen. Was liegt also näher, als auf Sightseeing im Rahmen einer Bootstour durch den lieblichen Oslofjord mit seinen kleinen bunten Sommerhäusern, den hübschen Inseln und ganz viel Nordland-Feeling zu gehen? Rund zwei Stunden dauert die Bootstour durch den Fjord und die Zeit am Wasser vergeht wie im Flug! Soll es ein Segelschiff oder lieber ein Elektroboot sein? Die Auswahl an Schiffen ist groß, wir entscheiden uns traditionell für ein Segelschiff. Das viele Holz, die Masten und das gesamte Ambiente. Ehrlich, wann kommst du schon mal auf so ein großes Schiff? Es ist eine ganz besondere Stimmung an Bord. Sprachenwirrwarr, Kameras bereit. Ja, es ist schon aufregend für uns und offenbar auch für die anderen Touristen. So ein Gefühl, als gingen wir auf große Fahrt, auch wenn es nur die Fjorde rund um Oslo sind. Unser Kapitän ist ein echter Seebär wie aus dem Bilderbuch, optisch und akkustisch. Immer zu einem Spaß und einem Foto bereit. Wenn er so am Steuerrad steht, mit seiner schmucken Uniform und dem akuraten Schnauzer, der Blick klar und verschmitzt. Idealbesetzung geht mir durch den Kopf, er und sein Schiff, ein Dreamteam! Gleich zu Beginn geht es der Uferpromenade entlang Richtung Festung. Vom Schiff aus ein gänzlich anderer Blick! Was für ein imposantes Bollwerk. Dann taucht das berühmte Opernhaus auf. Ein Gebäude, wo der Besucher aufs Dach gehen darf und auch soll. Vom Wasser aus gleicht ees einer Insel, dahinter das moderne Barcode-Viertel. Was für ein Motiv! Nach der Moderne folgt der romantische Abschnitt der Schifffahrt. Vorbei an den lieblichen Sommerhäusern fahren wir der Küste entlang, entdecken viele Details und hören so manch Interessantes von unserem Kapitän. Immer wieder andere Ausblicke und stimmungsvolle Landschaften umgeben uns. Langweilig wird uns nie! Wer möchte, kann an Bord eine Kleinigkeit essen und trinken. Einzig wichtig ist, dass du eine Jacke und eine Haube (falls du am Kopf empfindlich bist) mit nimmst. Unser Platz ist auf der Seite, wo wir ins Boot einsteigen. So sind wir vom Ausblick her uferseitig. Du kannst jedoch immer aufstehen und einen anderen Platz zum Fotografieren oder einfach nur Anschauen suchen. Egal, wie kurz dein Aufenthalt in Oslo ist, eine Bootstour durch den Oslo-Fjord sollte dabei sein! Es ist so ein stimmungsvolles Erlebnis mit extrem vielen wunderbaren Ausblicken! Buchen kannst du schon von zuhause aus online oder aber direkt am Hafen. Wir selbst schauen uns das Schiff lieber live an und buchen spontan am Tag, an dem wir fahren möchten. Warum? So können wir je nach Wetter entscheiden, ob wir fahren wollen. Gerade im Norden, wo es gerne mal kühler ist auch im Sommer, ist uns ein windstiller Tag mit Sonne lieber. Link zu Olso-Touristik: Visitoslo Hier findest du viele Informationen rund ums Schifffahren in Norwegens Hauptstadt.

  • Niederösterreich Kultur: Adventsingen auf Schloss Grafenegg

    Der Advent, die wohl stimmungsvollste Zeit des Jahres. Lichterglanz und Gemütlichkeit. Keksebacken und Kerzenschein. Adventmärkte und Weihnachtslieder. Am achten und neunten Dezember kannst du die letzen beiden im malerischen Rahmen von Schloss Grafenegg im Herzen Niederösterreichs genießen. Adventsingen und Weihnachtsmarkt bringen dich dem Zauber dieser so besonderen Zeit ganz nahe! Zwei Jahre lang bleib es still in Grafenegg, das Wort mit "C", das ich nicht mehr nennen will, verhinderte diese lieb gewonnenen Traditionen. Heuer ist es endlich wieder möglich, das Adventsingen der Volkskultur Niederösterreich im Auditorium zu genießen. Es ist eine Reise als Mix aus Musik und Literatur und aus wohl Bekanntem und Raritäten aus dem heimischen Volksliederarchiv. Der Bogen spannt sich von der Verkündigung Mariens bis zur Anbetung des Jesus-Kindes durch die Hirten. Es ist ein Innehalten in der oft hektischen Vorweihnachtszeit, ein Eintauchen in den Zauber, die Magie der stillsten Zeit im Jahr. Und eine Einstimmung. Dann geht es auf den berühmten Weihnachtsmarkt auf Schloss Grafenegg. Der Eintritt ist in die Konzertkarte includiert! Was für eine Kombination aus Kulturgenuss vom Feinsten, zauberhaftem Umfeld und Adventmarkt! Bereits seit über 45 Jahren ist der Grafenegger Advent einer der Höhepunkte in der Vorweihnachtszeit in Niederösterreich. Das stimmungsvolle Ambiente des Schlosses und der malerische Landschaftsgarten im Schlosspark ringsum ziehen die Besucher in ihren Bann und stimmen auf Weihnachten ein! Eine reiche Auswahl an Kunsthandwerk und regionalen Köstlichkeiten bilden mit dem kulturellen Programm einen beliebten Fixstern der Veranstaltungen im Advent! Link zu den Karten fürs Adventkonzert: Volkskultur Niederösterreich Link zum Adventmarkt: Grafenegger Advent

  • Niederösterreich Ausflug: Lichtergarten Illumina Schloss Laxenburg!

    Lichterglanz und dunkle Jahreszeit gehören zusammen wie Vanillekipferl und Weihnachten. Egal ob Kerzen am Tisch, Lichterketten in den Straßen und vor dem Haus oder große Lichtshow in historischem Ambiente. Die Illumina im imposanten Park von Schloss Laxenburg fesselte uns mehr als zwei Stunden beim Staunen und Genießen der vielfältigen Lichtspiele. Von sanft und lieblich über monumental bis zu modern futuristisch. Was für ein Lichtergarten! Unser Tipp für deinen Ausflug in Niederösterreich in der Zeit, wo die Nächte länger als die Tage sind! Mehr oder weniger zufällig stolpern wir über die Webseite von Illumina. Ja, Lichtspiele, wir lieben sie. Können uns an ihnen erfreuen wir kleine Kinder. Stehen und staunen mit großen Augen. An drei Orten gibt es Illumina in Niederösterreich. Im Schlosspark von Grafenegg, beim Stift Klosterneubrg und in Laxenburg. Alle drei wunderschön mit einem einzigartigen Ambiente. Für uns ist schnell klar, Laxenburg muss es sein! Wir waren schon so lange nicht mehr im Schlosspark. Alleine schon ihn wieder zu sehen, ist uns die Fahrt mehr als wert. Wir sind schon ein wenig früher hier in Laxenburg und was macht man mit so einer Plus-Zeit am besten? Ja, richtig, ein Kaffeehaus besuchen. Bei uns funktioniert das so: Wir schauen uns um und das, was uns am besten gefällt, wählen wir. Das ist in diesem Fall ganz klar "Kulhanek Kaffee und Laden". Klingt jetzt so nach gar nichts Besonderem. Stimmt. Aber das ist es. Klitzeklein und süß eingerichtet. Du kennst ja unsere Vorlieben bei Kaffeehäusern von Tromsö, St. Wolfgang und Spitzbergen. Ja, genau zu diesen passt es perfekt! Link: Kulhanek Kaffee und Laden Gestärkt mit lecker Kaffee, Limo und Panini geht es in den Schlosspark von Laxenburg. Direkt vor uns leuchtet der Springbrunnen im Lichterglanz. Fontänen aus Licht springen herunter. Was für ein Anblick. Gleich dahinter auf unserem Pfad ein Laubengang mit Lichtspielen zu klassischer Musik. Gelbe und weiße Lichter im Takt der Musik. Faszinierend! Weiter geht es durch den magischen Park. Immer neue Inszenierungen begleiten den Pfad, der uns durch die Weite von Laxenburg bringt. Sterne und riesiger Mond, Märchenfiguren und Engel. Umrahmt von stimmiger Musik. Projektionen auf die Bäume, so echt, dass man hingreifen möchte. Immer wieder bleiben wir stehen, um das Spektakel zu bewundern. Der große Teich liegt vor uns. Die Wasserspiele zur Musik, in ein Meer aus Farben getaucht. Was für ein Erlebnis! Dahinter die Franzenburg, immer wieder zwischen den Wasserfontänen hervorblitzend. Stehen und staunen. Immer tiefer geht es hinein in den Lichtergarten von Laxenburg. Wir nähern uns der Franzenburg. Im Wasser ein Drache, die Burgmauern mit Projektionen verzaubert. Über die Brücke und hinein in den Hof. Pause gefällig? Hunger oder Durst? Hier ist der perfekte Ort für eine kleine Rast. Das hintere Tor aus dem Hof ist offen. Geht es hier weiter oder kehren wir um? Ein Blick hinaus. Die Mauern stimmungsvoll ins Licht getaucht. Und dann, Musik. Eindeutig, der Pfad geht weiter! Was dann kommt lässt uns neben großen Augen gefühlt den Mund offen stehen. Projektionen an der Burgmauer und den Türmen. Als würden sie sich bewegen, würden Zubrücken herunter prasseln. Pfanzen an den Mauern emporklettern. Feuerbrünste alles zerstören. Nicht in Worte fassbar. Nun geht es in liebliche Elfen-Welten mit Tieren und Blumen. Bunt wie der Frühling. Am Schluss ein alter Baum, der uns seine Geschichte erzählt. Turnierplatz und Eiswelten geleiten uns zurück zu den Wasserspielen am großen Teich. Vorbei an Rapunzel und den Bremer Stadtmusikanten geht es über die Märchenwelt zurück zum Ausgang. Was haben wir uns erwartet? Viel! Was wurde uns geboten? Viel mehr! Wir sind überwältigt. Von der Qualität und der Länge des Pfades. Auf rund drei Kilometern Weglänge funkeln eine Million Lichter, tauchen den Schlosspark von Laxenburg in ein magisches Wunderland. Der Park, seine Gebäude und Wasseranlagen eingebunden in eine Inszenierung, die uns begeistert. Zahlt es sich aus? Ja, es zahlt sich mehr als aus! Tipps für deinen Besuch im Lichtergarten Illumina Laxenburg Nimm dir Zeit! Wir sind rund zwei Stunden unterwegs! Mit Kindern wirst du vermutlich noch länger brauchen! Zieh dich warm an! Winterkleidung von Kopf bis Fuß! Wir haben unterschätzt, dass wir so lange unterwegs sein werden. Hätten mit einer Stunde gerechnet. Essen und Trinken: beim großen Teich und in der Franzenburg WC: großer Teich und Franzenburg Drei Kilometer Wegstrecke! Mittwoch und Donnerstag ist günstiger als Freitag bis Sonntag und vermutlich auch weniger los! Kombi-Ticket für alle drei Gärten zu günstigerem Preis als Einzelticket. Der Link zum Lichtergarten Illumina: Illumina

  • Waldviertel wandern: Kamp - Hundertwasserweg - Weißenbachklamm

    Bernsteinfarbenes Wasser, das munter über kleine Steine fließt und große sanft umrundet. Imposante Steinformationen, mal einzeln im Wald wie hingestreut, mal als wilde Klamm. Moospolster in aller Vielfalt zwischen hohen Bäumen und auf grauem Granit. Wo wir sind? Mitten im Waldviertel! Wir wandern auf dem Hundertwasserweg dem Kamp entlang, steigen in der Weißenbachklamm auf und genießen die stillen Wälder. Es ist diese so besondere Landschaft, die uns immer wieder in den Norden Niederösterreichs zieht. Die Einsamkeit in den Wäldern, die klare Luft und die beruhigende Landschaft in all ihrer Weite. Nahe der Schwarzalm starten wir in unsere Rundwanderung, die zwar über elf Kilometer lang ist, aber mit wenigen Höhenmetern so richtig gut zum Entspannen ist. Anstrengend wird sie nie und ist absolut ganzjahrestauglich. Und wenn du gerne gleich einen Kurzurlaub oder einen Wochenend-Trip hier verbringen möchtest, dann kannst du auf der Schwarzalm, die direkt auf der Route liegt, übernachten. Es ist ein perfekter Startpunkt für Wanderungen! Egal in welche Richtung du dem Kamp folgst, du wirst begeistert sein! Kurzfassung wandern Kamp - Hundertwasserweg - Weißenbachklamm Weglänge: 11 km Höhenmeter Anstieg: 256 hm Durchschnittliche Gehzeit: 3:25 - bedenkt hier immer, dass dies die reine Gehzeit ohne Pause ist! Am besten mal mit diesen Werten (und genügend Pufferzeit) vergleichen und so seine eigene Durchschnittszeit berechnen, kann schneller, aber natürlich auch langsamer sein! Schwierigkeit: einfach auf Waldwegen und leichten Steigen. Wanderschuhe und wenn es rutschig ist Wanderstöcke! Kondition: wenige Höhenmeter und die angenehm verteilt! Markierung: meist gut markiert! Parken: entlang der Straße Link: Parken Landschaft/ Erlebnis/ Fotografie: Waldviertel mit allem, was dazu gehört! Wenn du gerne fotografierst, dann vergiss das Stativ für Langzeitbelichtungen oder das Makro für die Moos-Vielfalt nicht! Einkehr/ Rast: immer wieder Rastmöglichkeiten, solange du am Kamp entlang gehst. Die Schwarzalm liegt auf deinem Weg. Link: Schwarzalm Link zum GPS-Track Link zu ähnlichen Wanderungen: Burg Rappottenstein - Kamp Rosenburg - Ödes Schloss - Steinegg Lohnbachfall - Steinerne Liebe Beschreibung wandern Kamp - Hundertwasserweg - Weißenbachklamm Entlang der Zufahrtsstraße zur Schwarzalm findest du in einer Kurve, wo der Wanderweg in die Straße einmündet, die perfekte Möglichkeit zum Parken. Von hier aus folgst du dem Straßenverlauf bis zur Schwarzalm. Klar, du könntest jetzt schon einkehren, wir heben uns das aber für den Schluss auf! Ein wenig tiefer gelegen siehst du den Löschteich, dort hinunter führt uns die Tour. Über einen schmalen Weg gelangen wir zum Abstieg Richtung Kamp. Es ist ein schöner breiter Wanderweg. Unten angelangt wenden wir uns nach links. Nun ist es sehr einfach: immer dem Kamp entlang! Nach einiger Zeit triffst du auf eine schöne Holzbrücke. Ein hübsches Fotomotiv, wir bleiben dennoch auf unserer Flussseite! Dieser Wegabschnitt ist überaus malerisch. Wenn du gerne fotografierst, wirst du deine Freude an den vielen verschiedenen Wasserspielen haben, die uns der Kamp bietet. Das typisch bernsteinfarbene Wasser sprudelt, kreist und plätschert munter dahin, dazwischen immer wieder kleine und größere Granitsteine. Wunderhübsch anzuschauen! Auch im Wald liegen sie wie hingestreut herum, die imposanten grauen Felsen, die so prägnant sind fürs Waldviertel. Auf deinem Weg triffst du immer wieder auf Mühlen. Die erste ist die Gschwendtmühle, später dann kommt die Schwarzmühle. Der Weg geht immer mal etwas näher, mal ein wenig weiter weg dem Kamp entlang. Vor der Schwarzmühle gehen wir über eine Brücke und gelangen so zur (wenig befahrenen) Straße. Hier biegen wir links ab, passieren die Schwarzmühle, ein weiteres Haus und wenden uns dann im Mühlfeld wieder nach links weg von der Straße. Was für eine hübsches Haus, das hier hübsch renoviert am Wegesrand liegt. Wir lieben diese alten Höfe mit ihren spanneden Rauchfängen und den vielen Verwinkelungen. Wir überqueren den Kamp und folgen dem Weg in den Wald hinein. Nach kurzer Zeit zweigen wir auf den Riesensteig ab. Es ist ein einfacher Steig, der uns direkt zur Weißenbachklamm bringt. Auf einem schmalen Steig geht es vorbei an imposanten Felsgruppen hinauf. Was für eine beeindruckende Landschaft. Die Schönheit des Kamp kennen wir von den verschiedensten Wanderungen, aber als "Bonus" noch so eine Klamm obendrauf! Herrlich! Dann kommt ein kleiner Sidestep, der Jahnfelsen! Klar, den möchten wir auch sehen! Über den Bach und dem schmalen Pfad entlang geht es zu seinem Gipfel! Mangels einer Bank und angesichts eines knurrenden Magen genießen wir hier in luftigen Höhen unsere Brotzeit! Dann folgen wir weiter dem Hundertwasserweg durch den Wald. Die vielen Moose auf den Steinen und am Boden begeistern uns. Jedes so hübsch und weich! Es ist ein wunderhübscher Wald, der uns umgibt. Und ein stiller obendrein. Heute ist Samstag und herrliches Wanderwetter, dennoch sind wir alleine unterwegs! Der Weg führt uns aus dem Wald auf eine Wiese, wo er in einen anderen einmündet. Wir wenden uns nach links ein wenig bergab wieder in den Wald hinein. Es ist ein Wiesenweg. Gerade geht es über die Kreuzung mit einer weiteren Forststraße weiter und dann zuerst nach links, bald darauf nach rechts und im freien Feld wieder nach links. Verwirrend? Nein, du hast immer die Wandermarkierung. Musst dir das Links-Rechts nicht merken! Vor uns liegt ein Bauernhof, der offenbar gerade renoviert wird. Immer wenn wir solche hübschen Gehöfte sehen, ist sie da. Die Sehnsucht nach einem alten Häuschen im Nirgendwo mit kleinem Garten und viel Landschaft um uns. Und Hühner und Enten, vielleicht ein paar Schafe. Die mit den scharzen Nasen und den Punkten auf den Knien. Stopp, ich komme ins Träumen. Aber träumen ist ja bekanntlich gesund! Für den letzten Wegabschnitt biegen wir noch einmal nach links ab und gelangen so zielgerade zu unserem Auto. Was für eine gransiose Tour! Ja, fünf Stern deluxe, eindeutig die höchste Stufe unserer persönlichen Bewertung! Tourdaten Gastronomie und Übernachten für deinen Urlaub im Waldviertel Direkt auf deinem Wanderweg liegt die Schwarzalm. Hier kannst du hervorragend essen (schon erprobt) und übernachten. Sie liegt perfekt für Wanderungen entlang vom Kamp. Es gibt hier eine Vielzahl von spannenden Routen. Link: Schwarzalm Du bist hier in nächster Nähe zu Zwettl. Eine hübsche Stadt mitten im Waldviertel, die du dir unbedingt anschauen solltest. Link: Zwettl Link: Unterkünfte Link: Gastronomie Du liebst Bier und möchtst mehr übers Bierbrauen erfahren. Die Zwettler Brauerei ist ein Familienbetrieb, der Regionalität, Tradition und Bierbraukunst hoch hält. Mit dem "Brauerlebnis" kannst du die Brauerei besichtigen. Link: Brauerlebnis PS: Wenn du wie ich kein Bier trinkst, dann koste unbedingt den Korl, ein Spezi! Ich liebe es! Gerald und unsere Söhne sind große Fans vom Luftikus, dem alkohlfreien Bier!

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  • Alpen Ausflug: Schneebergbahn

    Nach dem feierlichen Spatenstich für die Schneebergbahn am 9. Dezember 1895 dauert es nur rund zwei Jahre bis zur Eröffnung der Strecke bis zum Hochschneeberg. Seit dem 25. September 1897 fährt sie von Puchberg auf den höchsten Berg Niederösterreichs. Schon bald folgt der Bau eines Hotels am Hochschneeberg und im Juni 1902 ist es soweit, unser Kaiser Franz Joseph unternimmt eine Fahrt mit der Zahnradbahn. Es hat ihn mit Sicherheit "sehr gefreut", besonders da unweit des Bahnhofs das liebliche Elisabeth-Kircherl an seine Sisi erinnert. Bald 125 Jahre Schneebergbahn! Heute wie damals, ein Erlebnis in den Alpen! Bald 125 Jahre sind es mittlerweile, die Zahnradbahn selbst eine lieb gewonnene Konstante der Niederösterreicher in der wechselhaften Geschichte. Die Zeit bleibt am Berg stehen, sagt man. Und irgendwie spürt man das schon beim Hochfahren im Zug. Sitzt gemütlich am Sitzplatz. Jung und alt drückt sich die Nase platt beim Hinausschauen. Zückt Fotoapparat oder Handy, zeigt mit dem Finger auf das Entdeckte. Ist mit jedem Kilometer weiter weg vom Alltag und dessen Sorgen! So tuckert sie langsam aber stetig die zehn Kilometer hinauf zum Hochschneeberg, überquert 11.000 Schwellen und zwei Tunnel. Immer wieder kreuzt der Wanderweg die Gleise oder begleitet sie. Drei Möglichkeiten zum Ausweichen gibt es auf der Strecke. Wenn Vollbetrieb ist, kannst du hier die entgegenkommenden Züge bewundern. Der Start ist am Bahnhof in Puchberg. Hier findest du ein Lokal und den Kassabereich der Schneebegbahn mit einem kleinen Souvenirshop. Durch einen Schranken geht es hinaus zu den Gleisen. Je nachdem, wann du startest, steht der Salamander-Zug entweder schon bereit oder kommt gerade vom Berg herunter. Unser Tipp: Reservieren! Ein Top-Ausflugsziel in Niederösterreich 119 Sitzplätze und einige Stehplätze gibt es in den beiden Waggons. Schnell ist der Zug voll, egal wann wir bisher auf den Schneeberg fuhren, die Züge waren immer gut gefüllt! Daher unser Tipp: immer reservieren. Unser aktueller Besuch ist ein Dienstag im November, dennoch, der Zug ist voll! Dann geht sie los, die Bahnfahrt. Zuerst durch den Ort Puchberg mit einer Bedarfshaltestelle bei einem Kunstatelier und hinaus in die Natur. Sind es im ersten Abschnitt hübsche Wiesen und Weiden, so folgt schon bald der Wald. Wenn du genau schaust, wirst du immer mal wieder den Wanderweg entdecken, der sich durch die Wälder schlängelt. Herrlich frische Luft begleiten uns und bringen uns der Natur ganz nahe, auch wenn wir in einem Zug sitzen. Die erste Station ist auf 1.012 Meter Seehöhe die Hengsthütte. Mitten im Grün der umliegenden Wälder liegt der schmucke Berggasthof! Hier kannst du aus- oder einsteigen. Tradition: die Schneeberg-Buchteln an der Haltestelle Baumgarten! Dann folgt ein längerer Halt bei der Haltstelle Baumgarten, die berühmt ist für ihre Buchteln. Wir können uns noch gut erinnern, als vor langer Zeit die flaumigen Schneebergbuchteln von einer alten Frau gebacken wurden. Jetzt führt Philipp die Schutzhütte Baumgarten. In dieser Höhe ist das Panorama überwältigend. Heute liegt im Tal der Nebel gleich einem echten Meer, aus dem die Berge Inseln gleich herausragen. Die Weitsicht ist phänomenal. Davor eine mystische Waldstimmung mit Nebelschwaden und fallendem Laub, nun strahlend blauer Himmel und Sonne pur. Was für ein Tag der Kontraste. Das gibt es nur im Herbst in dieser Farbenpracht! Bald danach geht es in die Tunnel, einer mit 177, der andere mit 202 Metern Länge. Nur mehr ein kleines Stück und wir erreichen den Bahnhof Hochschneeberg auf 1796 Metern Seehöhe. Rund 40 Minuten dauert die Fahrt auf den Schneeberg ab Puchberg. Hier hat sich in den Jahren, seit wir den Schneeberg regelmäßig besuchen, viel getan. Ein gemütlicher kleiner Bahnhof, ein Abenteuerspielplatz und die höchstgelegene Galerie Österreichs. Es gibt zahlreiche Bankerl, um die Aussicht länger zu genießen und einfach zu entspannen. Wandern: von groß bis klein! Viele Touren warten! Je nach Lust und Laune, kannst du nun hier verweilen und die frische Luft genießen oder aber dir ein wenig die Füße vertreten. Die kleinste Runde bringt dich bis zum Damböckhaus. Einfach die Gleise überqueren und dem Weg folgen. Gleich nach der Kurve erwartet dich der erste Blick auf das Klosterwappen, den Gipfel vom Schneeberg, und die Fischerhütte am Kaiserstein. Dann geht es ein wenig bergab und du gelangst zum Damböckhaus mit seiner herrlichen Sonnenterrasse. Eine größere Runde bringt dich auf den Gipfel und zur Fischerhütte. Die Wegführung ist einfach und top markiert. Den Wegweisern folgen und so den Gipfel des höchsten Berges von Niederösterreich erklimmen! Bevor es wieder ins Tal zurück geht, kannst du noch das Elisabeth-Kircherl besuchen. Kaiser Franz Joseph ließ es zur Erinnerung an seine Sisi erbauen. Es ist das höchstgelegene Gotteshaus der Erzdiözese Wien, erbaut im Jugendstil. Wenn wir von anderen Berggipfels herüber zum Schneeberg schauen, dann ist es oft das Elisabeth-Kircherl, das uns sicher macht, den Schneeberg entdeckt zu haben! Wichtige Links und Infos Alpen-Ausflug Schneebergbahn Der wichtigste Link: die Schneebergbahn Tipp: Reserviere dir deine Berg- und Talfahrt! Wir finden sie klasse, die NÖ Card So viel inklusive, so ein buntes Angebot! Bist du gerne in Niederösterreich unterwegs, dann zahlt sie sich mehr als aus! Hütten am Weg und am Berg: Hengsthütte Bergstation Baumgarten Damböckhaus Fischerhütte hier kannst du auch übernachten Berghaus Hochschneeberg Im Ort Puchenstuben: Gastronomie Übernachten Anreise: Mit dem Auto: Parkplatz Öffentlich: mit der Bahn nach Wiener Neustadt und dann mit dem Regionalzug nach Puchberg. ÖBB

  • Alpen wandern: Schneeberg - Kaiserstein - Klosterwappen

    Immer wenn wir auf einem Berggipfel in Niederösterreich stehen, halten wir Ausschau nach ihm. Der Schneeberg am Rande der Alpen ist mit seinen 2075 Metern Höhe der höchste Berg von Niederösterreich. Gemütlich kannst du mit der Schneebergbahn, dem Salamander, bis zum Bergbahnhof fahren und von dort aus erst Kaiserstein und dann Klosterwappen erwandern! Diese Rundwanderung ab Bergbahnhof ist ein wenig über sieben Kilometer lang. 300 Höhenmeter musst du überwinden. GPS brauchst für diese Tour wirklich keines, einfach dem Weg nach hinten folgen und schon nach dem ersten kleinen Aufstieg seitlich vom Waxriegel kannst du das Klosterwappen links und rechts die Fischerhütte am Kaiserstein sehen. Noch gut können wir uns an unseren ersten Besuch hier mit unseren Kindern erinnern. Ja, wir waren beide schon erwachsen, als es das erste Mal auf den höchste Berg Niederösterreichs ging. Von der Bahn ausgestiegen, entdeckte die Buben das Gipfelkreuz gleich dahinter auf der Anhöhe. Schnell hinauf gelaufen, wer ist der erste oben? Juhu, der Schneeberg-Gipfel ist erreicht. Tja, eben nicht. Das ist der 1888 Meter hohe Waxriegel. Aber du kannst schon mal das erste Gipfelkreuz der heutigen Tour angreifen! Oder aber du gehst unter ihm auf der linken Seite vorbei nach hinten. Nach einer Kehre kommt das Damböck-Haus. Wenn du nicht zu gut zu Fuß bist oder aber du mit der Familie unterwegs bist und nicht alle den Gipfel erklimmen wollen oder können, das Damböck-Haus hat eine herrliche Sonnenterrasse. Von hier siehst du den Gipfel und hast ein herrliches Bergpanorama vor dir! Der Weg bis hierher ist breit und gut zu gehen. Adäquates Schuhwerk empfehlen wir dir aufgrund des unebenen Untergrundes dennoch! Für geht es aber weiter nach hinten. Im Ochsenbogen trennen sich die Wege. Links führt der Pfad über einen leichten Steig zum Gipfel. Bleibst du auf dem breiten, dann gelangst du zuerst zum Kaiserstein mit der Fischerhütte. Die Steigungen sind hier sanfter und es ist der leichtere Anstieg. Diesmal wählen wir diese Variante. Warum? Heute, an einem Novembertag unter der Woche ist sehr viel los am Schneeberg. Wir hätten ja mit halbvollen Zügen gerechnet, aber nein, viele Wanderer nutzen das schöne Wetter für eine Tour auf den höchsten Berg des Landes. Und da haben wir nun schlichtweg Sorge, dass auch die Hüttenwirte mit weniger Gästen gerechnet haben. Einkehren und eine warme Mahlzeit genießen möchten wir aber auf jeden Fall! Heute ist herrlich warmes Wanderwetter, fast schon Mitte November und so ein Tag. Der Schnee in den Schattenlagen zeigt uns aber, dass der Berg seinen Namen zu recht trägt. Ja, hier fällt früh der erste Schnee und er bleibt auch lange liegen. Gerald und Quellen, das kennst du sicher schon, immer muss er kosten. Nicht immer gut für seinen Bauch, aber er kann halt nicht nein sagen. Nicht anders verhält es sich mit dem Schnee. So auch hier, eine Verkostung im Ochsenbogen und eine am Gipfel. Jedes herrlich frisch! Die Terrasse der Fischerhütte liegt wunderbar in der Sonne. Der Wind ist nun jedoch stärker und so wählen wir die Gaststube. Viel los, klar, bei so einem Sonnentag mitten im Herbst. Über einen leicht verschneiten Hang gelangen wir zum Gipfel. Doch schon rutschig, so ein wenig angetaut und darunter gefroren. Wanderstöcke wären gut gewesen, nur die liegen mal wieder zu Hause. Im Winter sind sie fester Bestandteil unserer Wanderausrüstung. Der Wind ist nun doch recht frisch, so ist unser Aufenthalt beim Gipfelkreuz nur von kurzer Dauer. Der Abstieg liegt direkt hinter den hässlichen Sendern. So schade, dass die den Gipfelbereich entstellen. Das tut uns in der Seele weh, wie kann man nur so etwas ein paar Meter neben dem Gipfel montieren..... Ein schöner, einfacher Steig bringt uns wieder zu jener Kreuzung, wo sich die Wege teilen. Zurück zur Bergstation ist es nur mehr ein kurzes Stück. Hier unten ist es wieder angenehm warm. Was für ein November-Tag! Mit der Schneebergbahn fahren wir hinunter ins Tal, auf der Heimfahrt wird es schon dunkel. Ja, die Zeitumstellung gilt es ab jetzt zu beachten. Diese Stunde hat es in sich, früh kommt die Dämmerung. Kurzfassung der Wanderung Schneeberg - Kaiserstein - Klosterwappen Weglänge: 7,26 km Höhenmeter Anstieg: 298 hm Durchschnittliche Gehzeit: 2:36 - bedenkt hier immer, dass dies die reine Gehzeit ohne Pause ist! Am besten mal mit diesen Werten (und genügend Pufferzeit) vergleichen und so seine eigene Durchschnittszeit berechnen, kann schneller, aber natürlich auch langsamer sein! Schwierigkeit: Du bist auf dem höchsten Berg von Niederösterreich. Auch wenn die meisten Wege breit und gut sind, ist gutes Schuhwerk Pflicht. Der Abstieg vom Gipfelkreuz ist ein leichter Steig. Kondition: nur an die 300 Höhenmeter und die recht gemütlich. Wenn du mit der Schneebergbahn herauf kommst, dann ist der Gipfelsieg mit ein bisschen Willen und normaler Kondition gut zu schaffen. Markierung: so was von einfach, du musst nur den Weg nach hinten gehen. Dann siehst du dein Ziel! Parken: Parkplatz bei der Schneebergbahn Link: Parkplatz Öffentliche Anreise: Mit dem Zug nach Wiener Neustadt und von dort mit der Regionalbahn nach Puchberg. Link: ÖBB Landschaft/ Erlebnis/ Fotografie: Bergerlebnis pur. Einkehr/ Rast: Fischerhütte am Gipfel, Damböckhaus am Weg und Gasthaus beim Bahnhof. Unten im Tal weitere Gastro. Du hast die Qual der Hüttenwahl. Unser Tipp: am Berg haben wir immer eine zumindest kleine Jause mit zur Sicherheit, falls die Hütten warum auch immer doch geschlossen sind. Längere Touren: du möchtest nicht mit der Bahn auf den Berg fahren? Kein Problem, direkt von Puchberg führt dich ein bestens markierter Wanderweg bis zum Bergbahnhof. Du kommst dabei bei zwei weiteren Hütten vorbei, der Hengsthütte und der Haltestelle Baumgarten. Hier kannst du auch in den Zug einsteigen, falls du doch nicht mehr bis zum Gipfel gehen magst. Wunderschön ist der Aufstieg von hinten, wo der Sessellift startet. Hier kommst du zuerst zur Sparbacherhütte und folgst dann dem Fadensteig. Direkt beim Kaiserstein erreichst du im Anschluss den Schneeberggipfel. Du musst bei dieser Variante ein Auto versetzen oder mit dem Taxi wieder hinfahren. Bedenke, dass es eine längere und auch anstrengendere Tour ist. Perfekt für lange Tage! Links zur Gastronomie, Übernachtung und mehr Der Salamander: Schneebergbahn Zahlt sich voll aus, wenn du gerne in Niederösterreich unterwegs bist: NÖ Card Die Hütten rund um den Schneeberggipfel: Fischerhütte Tipp: hier kannst du auch übernachten! Damböckhaus Hengsthütte Haltestelle Baumgarten Die Unterkünfte in Puchberg: Übernachten Restaurants und Gasthäuser in Puchberg: Einkehren

  • Auszeichnung: unser Reiseblog bei den besten deutschen Reiseblogs

    Wir haben uns sehr gefreut als wir bei den besten deutschen Reiseblogs bei Travellers Insight erschienen sind! Am Morgen machte ich mein Mail Programm auf um zu sehen was es neues gibt, und da habe ich sie gelesen. Die Nachricht, das wir bei den besten deutschen Reiseblogs aufgenommen worden sind. Kurz habe ich überlegt ob wir den Morgen mit einem Sektfrühstück beginnen sollten, habe mich dann aber für starken schwarzen Kaffee entschieden. So muss ein guter Tag beginnen! Feiert mit uns! Link: Die besten deutschen Reiseblogs

  • Weinviertel wandern: Großriedenthal - Eisenhut - Weinbergwandern

    Wenn die Weinstöck in allen Rot- und Gelbtönen leuchten und die letzten süßen Trauben an den Reben hängen, dann ist es für uns eine der liebsten Zeiten fürs Wandern im Weinviertel. Vom lieblichen Winzer-Ort Großriedenthal geht es gemütlich zur Aussichtsplattform Eisenhut. Weinberge ringsum und Weinkeller in allen erdenklichen Formen und Farben inklusive! Großriedenthal, ein klingender Name mit dem eleganten "th" für einen recht kleinen Ort. An die 500 Hektar Weingärten zählt die Gemeinde in den Rebflächen der Rieden Goldberg, Eisenhut und Spielberg. Auffällig viele Bio-Winzer gibt es hier! Das sieht man auch in den Weingärten, wo die Bodenflächen saftig grün sind und nicht wie abgebrannt von den Spritzmitteln. Im Ort selbst ist gefühlt jeder zweite Hof ein Weinbauer, viele mit der Möglichkeit Wein ab Hof zu kaufen. Kellergassen rahmen den Ortskern ein und stattliche Stadel bilden eine eigene "Stadelgasse" am hinteren Ende. Witzig, die Stadel von den jeweiligen Höfen durch eine Straße getrennt. Das kennen wir nur von hier, dem Weinviertel. Mitten in den Weingärten der Region liegt ein besonderer Ort, der Eisenhut! Er ist eine Aussichtsplattform in der Riede Eisenhut, so ziemlich am höchsten Punkt. Über eine Rampe gelangst du nach oben, wo eine Bankerl und ein Fernrohr auf dich warten. Beim Blick durch das Rohr siehst du immer die jeweilige Erhöhung oder etwas Signifikantes wie das Donaukraftwerk angeschrieben und kannst dich so super informieren. Über dem Bauwerk befindet sich ein Dach aus Cortenstahl, mehr Deko denn Schutz. Aber hier im Weinviertel scheint ohnehin oft die Sonne und bleibt es trocken! Kurzfassung wandern Weinviertel von Großriedenthal zum Eisenhut Weglänge: 8,1 km Höhenmeter Anstieg: 111 hm Durchschnittliche Gehzeit: 2:19 - bedenkt hier immer, dass dies die reine Gehzeit ohne Pause ist! Am besten mal mit diesen Werten (und genügend Pufferzeit) vergleichen und so seine eigene Durchschnittszeit berechnen, kann schneller, aber natürlich auch langsamer sein! Schwierigkeit: ganz einfach auf asphaltierten Wegen in den Weingärten. Ganzjahrestauglich! Kondition: nahezu keine Höhenmeter. Und diese sehr angenehm verteilt. Perfekt, wenn du nach einer Wanderpause wieder starten möchtest oder einfach eine gemütliche Tour suchst. Markierung: teilweise sind wir auf Tut-Gut-Wegen unterwegs, aber nicht immer. Einfach zu finden, du siehst bald das Ziel und im Abstieg den Ort. Parken: entlang der Straße oder beim Friedhof oder (wenn es am Wochenende ist) vor dem Kindergarten. Link: Kindergarten nur für kindergartenfreie Tage, gleich beim Mini-Kreisverkehr sind aber zwei Parkplätze! Landschaft/ Erlebnis/ Fotografie: Weinviertel pur! Weingärten, Kellergassen und viel, viel Weite! Link zum Eisenhut: Eisenhut Einkehr/ Rast: mitten in einem Weinbaugebiet findest du sicher immer einen offenen Heurigen. Oben beim Eisenhut gibt es ein Bankerl zum Sitzen! Link zum GPS-Track Link zu ähnlichen Wanderungen: Feuersbrunn -Engabrunner Warte Weinberge rund um Großwetzdorf Goldenes Bründl - Michelberg Beschreibung wandern von Großriedenthal zum Eisenhut im Weinviertel Heute ist Feiertag, so bleibt der Kindergarten in Großriedenthal geschlossen und wir parken hier am Ortsbeginn unser Auto. Ein kleines Stück gehen wir der Straße entlang Richtung Kirche, dann biegen wir nach links in eine schmale Gasse ein. Wir können diese wählen oder aber die nächste, ganz gleich. Nur die hier mit dem Katzenkopfpflaster gefällt uns so gut. Sie bringt uns ans hintere Ortsende und zu einer Straße, die zwischen Bauernhöfen und den dazu gehörigen Stadeln verläuft. Total witzig und so richtig Weinviertel. Wir kennen das nur von hier, dass eine Straße die Stadel von den Häusern trennt. So richtig schöne alte Stadel. Klar, man kann mit Sicherheit darüber disskutieren, ob die nun schön oder einfach nur alt sind. Aber wir lieben sie, ihre Schlichtheit und ihre Besonderheiten. Keiner gleicht dem anderen. Schau sie dir in Ruhe an und entdecke die Unterschiede! Wir verlassen die Straße und biegen wieder nach links ab, diesmal bringt uns die kleine Straße zu einem Spielplatz, dem Fußballplatz und dem Friedhof. Hier kannst du auch mit der Runde starten, es gibt einige Parkplätze. Nun bringt uns die Wanderroute aber hinaus aus dem Ort und in die Weinberge. Wobei Berge ein großer Begriff für die kleinen Hügel ist, zwischen denen wir gehen. Dennoch, die Ausblicke können sich mit denen von echten Bergen durchaus messen. Was für eine herrliche Weitsicht! Auf dieser "Straße", die nur als Zufahr für die Weinbauern in ihre Gärten dient, ist nichts los. Dann taucht ein "Dr. Richard-Reisebus" auf, rangvoll und fährt an uns vorbei. Ja, wohin fährt der wohl? Wir grinsen uns an, beide rechnen wir damit, dass wir ihn bald wieder treffen, wenn er zurück kommt, weil er sich hierher ja nur verfahren haben kann. Glauben wir. Für uns geht es aber wieder ungestört weiter vorbei an Rebstöcken mit den letzten süßen Trauben weiter zum Goldberg, wie dieser Weinberg heißt. Dazu biegen wir einmal nach links und bei der nächsten Möglichkeit nach rechts ab. Dann münden wir in einen anderen Weg ein, wenden uns für ein paar Meter nach links. Der Eisenhut ist bereits sichtbar, nur mehr nach rechts und dann hinauf auf den 350 Meter hohen Gipfel. Wobei, keine Sorge! Wir starten ja nicht bei 0, sondern bei rund 300 Höhenmeter. Da entdecken wir ihn, den Dr-Richard-Bus. Steht oben bei unserem Wanderziel, dem Eisenhut. Spannend. Die letzten Meter gehen wir auf dem Feldweg hinauf. Hübsch ist er, der Eisenhut. Und sehr bevölkert. Tische aufgebaut, jede Menge Menschen stehen herum. Riechen am Wein, schwenken ihn in der Sonne und nehmen einen Schluck. Nur, runterschlucken tun sie ihn nicht. Alles wird wieder in einen Kübel gespuckt. Ah, jetzt ist es uns klar. Eine Weinverkostung! Beim Näherkommen hören wir dann noch genauer hin. Englisch, unserer Winzer erklären auf Englich. Wir gehen auf die Plattform mit wahrlich herrlichem Blick aufs Weinviertel und genießen unsere klassische Jausenwurstsemmel (diemal mit Glocknerwurst passend zum Gipfelsieg). Die Verkostung neigt sich mittlerweile dem Ende zu und manche Teilnehmer kommen auch auf die Plattform für ein Erinnerungsfoto. Alkohol ausgespuckt und keine Treppen zum Erklimmen machen das einfach, auch nach so vielen verschiedenen Weinen. Neugierig wie wir sind fragen wir natürlich nach, was sie denn für eine Truppe sind. Aus aller Herren Länder machen die Teilnehmer eine Ausbildung zum Sommelier und sind heute auf Exkursion und Verkostung hier im Weinviertel. Einer kommt sogar aus Argentinien! Tolle Sache, besonders an so einem genialen Ort wie dem Eisenhut! Da zeigen sich die niederösterreichischen Weine von ihrer besten Seite, geschmacklich und optisch! Für alle Damen unter uns: gleich ein paar Schritte weiter gibt es eine Bio-Toilette! Gänzlich ohne Wasser kommt sie aus und riecht herrlich nach nichts! Sägespäne sind das Zaubermittel! Wow, wieder was gelernt! Wir kommen nun ins Diebesnest. Keine Angst, so heißt nur der Weinberg. Wie der zu seinem Namen kam, können wir uns alle vorstellen, oder? So gelangen wir zur Kellergasse Reithergraben. Hübsche bunte Keller reihen sich aneinander. Manche mit sehr morbiden Charme, andere revitalisiert und gut in Schuss. Aber macht es nicht diese Vielfalt aus, diese Kontraste? So lieben wir die Kellergassen. Im Ort geht es nun nur mehr nach rechts durch die "Stadel"-Straße und dann ein kleines Stück nach links zum Auto! Tourdaten Gastro und Übernachten in Großriedenthal im Weinviertel Was könnte besser als Unterkunft in einer Weinregion passen als Urlaub am Winzerhof? Hier der Link zur Gemeindeseite mit den Unterkünften: Großriedenthal Unter diesem Link findest du den Veranstaltungskalender der Gemeinde, wo auch die offenen Heurigen zu finden sind: Veranstaltungen

  • Alpen wandern: Ötscher über den Rauhen Kamm im Sonnenaufgang

    Seine prägnante Form ist einzigartig. Immer wenn wir von St. Pölten "in die Berge" schauen, dann bleibt unser Blick bei ihm stehen und ein leiser Seufzer dringt über unsere Lippen. Einmal im Jahr wollen wir oben stehen, auf dem Vaterberg, dem Ötscher! Das gehört zum Jahreskreis dazu! Mit seinen 1893 Meter thront der Ötscher majestetisch über Niederösterreich. Viele Geschichten und Sagen ranken sich um ihn. So sollen hier Geister, Hexen und sogar Pilatus als Fisch zu Hause sein. Das Geldloch soll immense Schätze tief drinnen im Berg verbergen. Rund 26.000 Meter Länge besitzt das Ötscher-Höhlensystem und ist somit das längste von ganz Niederösterreich! Auch wenn die vielen Expeditionen seit den ersten unter Kaiser Rudolf II. keine Schätze finden konnten, eines sind die Höhlen und der gesamte Ötscher mit Sicherheit, ein Naturwunder! Wenn am Rauhen Kamm das Wetter blitzschnell wechselt, kalter Wind von unten nach oben weht. Die Nebelschwaden an einem vorbeijagen und die Wolken von oben nach unten wandern. Dann fühlt man sich, als wäre man in einem Kessel, in dem die Hexen einen Zaubertrunk brauen. Ja, so mitten in den Naturgewalten, da werden Sagen plötzlich gut vorstellbar. Nirgendwo anders am Ötscher als am Rauhen Kamm fühlt man die Kraft des Berges und der Natur intensiver als bei einem Wetterwechel. Hier sind die Wolken nicht über dir, sondern du bist mittendrin! Selbst die besten Wetterprognosen können sich schnell ändern, der Ötscher schreibt seine eigenen Geschichten. Daher immer für alle Wetterlagen gerüstet sein und ein waches Auge auf die Natur ringsum! Schon oft am Tag zu allen Jahrezeiten sind wir zu seinem Gipfel gewandert. Ende Oktober möchte ich den Sonnenaufgang vom Rauhen Kamm aus erleben. Muss also im Dunkeln starten und mitten in der Nacht in St. Pölten los fahren. Ja, das ist mir dieses Erlebnis wert. Und danach werde ich sagen: "Mehr als wert!" Kurzfassung der Wanderung Ötscher über den Rauhen Kamm Weglänge: 19,5 km Höhenmeter Anstieg: 1187 hm Durchschnittliche Gehzeit: 8:46 - bedenkt hier immer, dass dies die reine Gehzeit ohne Pause ist! Am besten mal mit diesen Werten (und genügend Pufferzeit) vergleichen und so seine eigene Durchschnittszeit berechnen, kann schneller, aber natürlich auch langsamer sein! Schwierigkeit: Die Tour setzt eine gute köperliche Fitness voraus, auch Kletterpassagen müssen überwunden werden. Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und alpine Bergausrüstung ist sehr zu empfehlen. Wenn es feucht ist, wird der Fels sehr rutschig. Ich benutze in solchen Fällen sehr gerne meine Wanderstöcke. Kondition: Kilometer und Höhenmeter sagen alles, oder? Der Raue Kamm und der Abstieg zum Lift verlangen hohe Konzentration. Die Tour kann man vereinfachen, indem man das erste Stück mit dem Wandertaxi bis Raneck fährt und talwärts den Sessllift wählt. Markierung: sehr gute Markierung Parken: Am großen Parkplatz in Lackenhof, direkt neben dem Lift Link: Parken Landschaft/ Erlebnis/ Fotografie: Der Rauhe Kamm zählt für mich zu den schönsten Abschnitten auf den Bergen in Niederösterreich Einkehr/ Rast: Es gibt ein Schutzhaus bei der Bergstation des Sesselliftes. Am Gipfelkreuz des Ötschers ist eine schöne recht ebene Fläche, perfekt zum Rasten. Bevor der Aufstieg auf den Rauhen Kamm beginnt, also nach dem ersten Abschnitt im Wald , findest du eine weitere schöne Raststelle. Link zum GPS-Track Beschreibung wandern Rauher Kamm auf den Ötscher 1:00 der Wecker klingelt, motivert hüpfe ich aus den Federn. Schnell brühe ich mir einen frischen Filterkaffee und fülle diesen in eine Thermoskanne. Dann schnappe ich mir meinen Rucksack und schon geht es mit dem Auto nach Lackenhof. Die Fahrt durch die Nacht war sehr ruhig und angenehm. In Lackenhof angekommen habe ich die freie Wahl des Parkplatzes. Nichts los, so mitten in der Nacht. Im ersten Abschnitt gehe ich von Lackenhof nach Raneck. Das erste Teilstück ist rund 2,5 Kilometer lang und geht etwas bergauf. Hier spiele ich mit der optimalen Lichteinstellung meiner Stirnlampe und entscheide mich für die schwächste Stufe. So kann ich den Weg noch sehen, leuchte aber die Nacht nicht zu sehr weg. Meine Augen haben sich bereits nach kurzer Zeit an die Dunkelheit gewöhnt. Ich drehe die Stirnlampe ganz ab um die Nacht richtig zu spüren. Fein ist es, so ruhig und einsam mitten in der Natur. TIPP Wandertaxi Für alle die sich den Weg von Lackenhof nach Raneck ersparen wollen, gibt es ein Wandertaxi Von Raneck zu Abzweigung zum Rauhen Kamm Nach dem kleinen Ort Raneck komme ich zu einem Schranken mit einem kleinen Kasten. In diesem kann man sich in Form einer Geldspende für den tollen Wegerhalt bedanken. Jetzt geht es über eine Forststraße einige Zeit flott voran. Je weiter ich gehe, desto weniger Lichtverschmutzung ist da. Man kann die Sterne am Nachthimmel sehr gut sehen. Öfter beleibe ich stehen und genieße die Stille, diese wird an wenigen Stellen von plätscherndem Wasser umrahmt. Abzweigung auf den Rauhen Kamm Auf der rechten Seite des Weges taucht in der Nacht ein Schild auf, die Abzweigung ist da! Ab jetzt geht es bergauf. Bergauf und bergauf, durch den Wald hindurch. Öfters beleibe ich stehen um die Wegmarkierung zu suchen und zu finden, denn es ist sehr finster. Als Städter vergisst man ja, wie dunkel die Nacht sein kann. Ungefähr auf der Hälfte des Anstieges wird es heller. Ich kann ganz leichte Farben und Konturen im Tal erkennen. Der Weg durch den Wald dauert schon so seine Zeit. Es ist zwar kein schlechter Wegabschnitt, jedoch auch nicht besonders spannend. Noch während ich aber über seine Länge nachdenke, ist er plötzlich zu Ende. Ich muss grinsen. So geht es mir hier meistens. Innerlich schimpfe ich gerade ein bisschen und schon ist der Schluss da. Der Wald ist zu Ende und ich stehe auf einem Plateu mit Latschen und einem Blick auf den noch nächtlich umhüllten Ötscher. Der erste perfekte Pausenplatz! Am Tag hab ich mich hier schon öfters hingesetzt und ein wenig die Sonne genossen, bevor es hoch über den Rauhen Kamm geht. Heute betrachte ich den klaren Sternenhimmel. Sonnenaufgang am Rauhen Kamm am Ötscher Jetzt geht alles sehr schnell, es kommt Wind auf. Kalter Wind, der über das Tal zum Gipfel jagt. Und dieser hat die Bodennebel mit im Gepäck und legt sie über den Gipfel eine sehr mystische und fesselnde Stimmung. Nebelschwaden jagen an mir vorbei, ich kann ihn fühlen, den Berg, wie er erwacht. Am Himmel beginnt die Sonne die Wolken von unten in feuerroten Farben zu beleuchten, davor spielen die Nebel am Kamm des Ötschers. Jetzt verändert sich die Lichtstimmung von dunkelblau und düster auf gelborange und sanft. Schlagartig ist es warm und der Wind hört auf. Die Sonne steigt nun schnell über die Wolken. Ich wandere weiter, an einem geschützten warmen Platz mache ich eine Pause und genieße die Sonnenstrahlen. Rauher Kamm - Gipfel Der kalte Wind hat sehr feuchte Nebel auf den Berg gebracht. Die Steine sind sehr nass und ebenso rutschig. Ich bin sehr froh über meine Wanderstöcke. Sie geben mir zusätzlichen Halt. Sehr vorsichtig und konzentriert setze ich meine Wanderung fort. Im oberen Drittel sehe ich auf einmal eine Gämse, ein sehr großes und schönes Tier. Ich bewundere ihre extrem sichere und schnelle Fortbewegung im Gebirge. Schon bin ich auf der Hochebene, der Rauhe Kamm liegt hinter mir. Nun ist es nur mehr ein Katzensprung oder für hier besser passend Gämsensprung zum Gipfel. nach dem Rauhen Kamm am Gipfel vom Ötscher Ich gehe zum Gipfelkreuz und denke mir so: "Heute bin ich der erste und so schnell kommt jetzt keiner hierher." Quark mit Sahne, da habe ich falsch gedacht, nach kurzer Zeit ist der Gipfel richtig voll, da hätte ich jede Wette verloren. Gipfel Ötscher - Schutzhaus - Lift Nun geht es bergab Richtung Schutzhaus. Hier kannst du verschiedene Wege gehen. Ich wähle jenen durch die Latschen, da die Steine noch immer sehr rutschig sind. Ich mag Latschen, finde die wechselnden Blickpunkte durch die Mini-Bäume sehr spannend. Am unteren Teil des Weges bieten Bankerl die Möglichkeit zur Rast und spannenden Fernrohre außergewöhnliche Weitblicke. TIPP Sessellift: Jetzt gibt es die Möglichkeit mit einem Sessellift die Fahrt ins Tal zu machen, mit der Niederösterreich Card ist dies sogar gratis möglich. Link zum Lift und Öffnungszeiten Link zur Niederösterreich Card Link zum Ötscherschutzhaus Schutzhaus - Lackenhof Ich fahre gerne mit dem Lift, aber heute gehe ich zu Fuß ins Tal. Der Weg geht entlang der Skipiste mitten ins Herz von Lackenhof. Zurück beim Auto bin ich müde, aber sehr glücklich diese unglaubliche Morgenstimmung am Rauhen Kamm erlebt zu haben. Fazit der Wanderung Die ganze Runde ist konditionell gesehen sportlich mit kleinen Kletterpassagen. Der Rauhe Kamm ist einer der schönsten Bergabschnitte in Niederösterreich. Das ganze in der morgentlichen Stimmung zu erleben, ist einzigartig. Jedoch muss hier auch gesagt sein, dass zu dieser Tageszeit die Steine sehr rutschig sind und man sich im alpinen Gelände bewegt. Hier ist Vorsicht und Respekt oberste Prämisse. Im Laufe des Tages trocknet die Sonne den Weg und der Grip wird wesentlich besser.