Wienerwald Wandern: Figl-Warte am Tulbinger Kogel

Und das hält? Ja, das ist unser erster Gedanke, als wir vor der Leopold-Figl-Warte am Tulbinger Kogel am Rande des Wienerwaldes stehen. Ein sehr dünner Pfeiler, um den sich die Treppe zur Plattform wie ein Schneckenhaus windet. Schmal und hoch ragt sie in den strahlend blauen Himmel, weit über die Baumkronen hinaus. Was für ein Ausblick von hier oben! Wir entdecken Stockerau, die Tullner Donaubrücke und Ruine Greifenstein. Oder besser gesagt Mauern, die wir für die Ruine halten.


Von Königstetten wandern wir zuerst durch Weingärten und gelangen so in den Wald. Stetig, aber sehr angenehm geht es bergauf. Zuerst folgen wir dem Weinwanderweg, entscheiden uns dann aber für eine unmarkierte Strecke. Herrlicher Herbstwald und die Einsamkeit mitten in der Natur begleiten uns.


Der Abstieg führt uns über markierte Wege hinunter ins Tal und zurück nach Königstetten. Eine feine, einfache und überaus entspannende Rundtour im Wienerwald liegt hinter uns! Perfekt jetzt, wo die Tage immer kürzer werden, aber ebenso im Sommer, da sie großteils im Schatten an der Nordseite verläuft!


Leopold-Figl-Warte, Figl-Warte, Wienerwald, wandern, Tulbinger kogel, Tulbingerkogel, Herbstwanderung

Kurzfassung wandern auf den Tulbinger Kogel mit Figl-Warte


Weglänge: 7,4 km

Höhenmeter Anstieg: 372 hm

Durchschnittliche Gehzeit: 2:55 - bedenkt hier immer, dass dies die reine Gehzeit ohne Pause ist! Am besten mal mit diesen Werten (und genügend Pufferzeit) vergleichen und so seine eigene Durchschnittszeit berechnen, kann schneller, aber natürlich auch langsamer sein!


Schwierigkeit: einfach meist auf Forstwegen. Ein kleines Stück gehen wir querwaldein. Hier kannst du aber auch auf dem Forstweg bleiben!

Kondition: der Aufstieg ist gemütlich. Das letzte Stück zur Warte ist eben und dann folgt nur mehr eine Abstieg.


Markierung: ein Teil ist markiert. Einen Teil gehen wir abseits der markierten Strecke. Abstieg wieder markiert.


Parken: entlang der Feldleitenstraße. Es gibt aber auch andere Möglichkeiten, wo du perfekt parken und die Wanderung beginnen kannst.

Link: Parken

Öffentliche Anreise: hier der Link


Landschaft/ Erlebnis/ Fotografie: Wienerwald pur! Viel Wald, Ruhe und eine geniale Aussicht!


Einkehr/ Rast: auf der Warte kannst du deine Jause genießen oder unten auf einer Bank. Es gibt immer wieder Rastmöglichkeiten!


Link zum GPS-Track

koenigsstetten-tulbingerkogel
.GPX
Download GPX • 99KB

Link zu ähnlichen Wanderungen:

Tempelergwarte von Gugging

Troppbergwarte


Beschreibung unserer Wanderung zur Figlwarte auf dem Tulbinger Kogel


Von Tulln kommend ist es nur mehr ein kleines Stück, das uns von Königstetten trennt. Für unser Auto finden wir einen perfekten Parkplatz, wo wir keinen stören und gut stehen. Hier starten wir direkt dem Feldweg folgend aus der Siedlung hinaus.


Ein kleines Stück bergauf, dann zeigt schon der erste Wegweiser vom Weinwanderweg nach links. Über eine Brücke geht es auf einem schmalen Pfad an den Gärten vorbei. Einige Weingärten mit strahlend herbstlich verfärbtem Laub begleiten uns. Dazwischen leuchtet immer wieder der Kirchturm von Königstetten durch. Ein hübsches Motiv!


Unser Wiesenweg mündet in einen Feldweg, dem wir nach rechts bergauf folgen. Langsam, aber stetig steigend führt er uns hinauf zur Jahnhöhe. Von hier aus entscheiden wir uns, den markierten Weg zu verlassen. Wir gehen ein Stück gerade aus, dann biegen wir aber nach links ab. Mitten durch den Wald geht es nun weiter. Zahlreiche Schwammerl wachsen noch am Wegesrand und die Blätter rieseln leise von den Bäumen.


Leopold-Figl-Warte, Figl-Warte, Wienerwald, wandern, Tulbinger kogel, Tulbingerkogel, Herbstwanderung
Leopold-Figl-Warte, Figl-Warte, Wienerwald, wandern, Tulbinger kogel, Tulbingerkogel, Herbstwanderung, Königstetten


Leopold-Figl-Warte, Figl-Warte, Wienerwald, wandern, Tulbinger kogel, Tulbingerkogel, Herbstwanderung

Leopold-Figl-Warte, Figl-Warte, Wienerwald, wandern, Tulbinger kogel, Tulbingerkogel, Herbstwanderung

Auf den Wegen entdecken wir Eicheln, Bucheckern und sogar Maroni! Von Nüssen ganz zu schweigen, aber die sind nur am Anfang im freien Feld! Immer wieder kreuzen Einkehrungen unseren Weg, in denen kleine Bäche fließen. Derzeit ist es hier aber sehr trocken, vielleicht rinnt hier nur im Frühling bei der Schneeschmelze mehr Wasser.


Schon ziemlich am Schluss unserer Querung wendet sich der Forstweg deutlich nach links, ein wenig hinab und dann wieder hinauf. So gelangst du zu einem sehr niedrigen Hochsitz und dahinter ist der Weg zu Ende. Vor dir liegt eine kleine Einkerbung. Auf der anderen Seite geht es wieder hinauf, ein Wildweg ist erkennbar. Auf der anderen Seite sehen wir schon den nächsten Waldweg.


Nun kannst du es uns gleich tun und hier queren. Oder aber du gehst das letzte Stück zurück und folgst dem richtigen Weg. Die Querung ist einfach und so erreichen wir den anderen Weg. Ein kleines Stück folgen wir ihm bis zu einer Lichtung. Hier entscheiden wir uns, quer durch den lichten Buchenwald nach oben zum Kamm zu gehen. Es ist nur leicht steigend, der Boden ist voller Buchenlaub. Trocken und keine Dornen, einfach perfekt für querwaldein!


Spannend sind hier die vielen schwarzen Pilze, die uns das erste Stück im Wald begleiten. Gerald findet sie etwas gruselig. Aber er hat Glück, heute ist kein nebeliger Tag, der gleich die passende Atmosphäre zaubern würde. Bei strahlendem Sonnenschein kann man entspannt feststellen, dass etwas unheimlich wirkt.


So erreichen wir den Wanderweg, der rot-weiß markiert ist. Er begleitet uns fast eben zur Leopold-Figl-Warte auf dem Tulbinger Kogel. Der Wegweiser zeigt uns einen kleinen Abstecher nach links und dann sehen wir sie schon. Hoch und schmal. Um nicht zu sagen sehr, sehr schmal. Gefühlt kippt sie beim ersten Windstoß. Was natürlich nicht stimmt. Aber du wirst verstehen, wie ich das meine, wenn du unten stehst und sie betrachtest.


Eine Wendeltreppe bringt uns hoch zur Plattform. Was für ein Ausblick. Wir entdecken in der Ferne das Donaukraftwerk, die Donaubrücke Tulln und sogar Stockerau mit seiner Kirche. Links von uns sehen wir am Hang im Wald eine Ruine. Wir tippen auf Greifenstein. Was für ein herrlicher Tag mit einer genialen Fernsicht! So ein Genuss! Nur den Hut müssen wir gut festhalten, die Herbststürme wehen! Was uns tanzende und wirbelnde Blätter beschert!


Leopold-Figl-Warte, Figl-Warte, Wienerwald, wandern, Tulbinger kogel, Tulbingerkogel, Herbstwanderung
Leopold-Figl-Warte, Figl-Warte, Wienerwald, wandern, Tulbinger kogel, Tulbingerkogel, Herbstwanderung

Zurück auf unserem Weg geht es ein Stück noch eher eben auf einem schmalen Pfad dahin, dann aber beginnt schon der Abstieg. Er bringt uns wieder zur Jahnhöhe, wo wir ein kleines Stück auf unserem Hinweg gehen. Dann zweigen wir nach links den Weinwanderwegweisern folgend ab. Im freien Feld erfreuen wir uns über den Ausblick auf Königstetten und seine liebliche Kirche.


Leopold-Figl-Warte, Figl-Warte, Wienerwald, wandern, Tulbinger kogel, Tulbingerkogel, Herbstwanderung
Leopold-Figl-Warte, Figl-Warte, Wienerwald, wandern, Tulbinger kogel, Tulbingerkogel, Herbstwanderung

Reiseblogger Sonja und Gerald im Herbst bei einer Wanderung

Über einen Hohlweg bringt uns der letzte Wegabschnitt hinunter zu dem schmalen Pfad, der hinten der Gärten vorbei zur Brücke und dann zu unserem Auto führt.


Tourdaten Figlwarte im Wienerwald




Lokale, Übernachten und mehr zu Königstetten


Was immer gut nach einer Wanderung passt, ist ein Heurigenbesuch.

Hier der Link: Heurigenkalender


Wenn du lieber in ein Wirtshaus gehst oder andere Lokale suchst.

Link: Gastro


Du möchtest gleich ein paar Tage in dieser wunderbaren Gegend verbringen?

Link: Übernachten