• Sonja & Gerald

Wandern Waldviertel: Kamptal, Schönberg – Schlossbergweg

Das Kamptal, wärmeverwöhnter Teil des Waldviertels, lockt mit vielen Wanderwegen, von einfach bis schwierig, von vielen bis wenigen Höhenmetern. Diese hübsche Rundwanderung eint Ruine, Aussichtspunkte, vielfältigen Wald und zuletzt Au entlang des Flusses zu einer erlebnisreichen Tour. Einfache Wegen bringen dich rund um Schönberg Richtung Süden und dem Kamp entlang zurück an den Start. Dabei locken viele Rastplätze zum Innehalten und genießen der Stille ringsum.

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Wie ein versunkenes Schloss, die Ruine Schonenberg.

Kurzfassung


Weglänge: 12,5 km

Höhenmeter Anstieg: 326 hm

Durchschnittliche Gehzeit: 3:58 – bedenkt hier immer, dass dies die reine Gehzeit ohne Pause ist! Am besten mal mit diesen Werten (und genügend Pufferzeit) vergleichen und so seine eigene Durchschnittszeit berechnen, kann schneller, aber natürlich auch langsamer sein!


Schwierigkeit: einfach zu gehen auf Asphalt, Waldwegen und Pfaden.

Kondition: nur ganz am Beginn bis zur Ruine geht es steiler bergauf, dann nur mehr moderat. Der Schluss führt dich eben dem Kamp entlang


Markierung: sehr gut markiert und einfach zu gehen – wir befinden uns auf dem Schlossbergweg.

Weg-Alternativen: die Runde lässt sich immer wieder abkürzen, aber auch verlängern. Einfach zu Hause auf der Karte anschauen.


Parken: am Parkplatz in der Nähe des Freibads.

Link: Parkplatz


Landschaft/ Erlebnis/ Fotografie: „Versunkene“ Ruine, Wald, Fluss – viel Natur und Stille!

Einkehr/ Rast: in Schönberg locken zahlreiche Lokale, unterwegs viele Rastplätze. Heurige im Umkreis!


Link zum GPS-Track

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Beschreibung Schlossbergweg bei Schönberg am Kamp


Mitten in Schönberg steuern wir unseren bereits öfters genutzten Parkplatz an – und wir haben Glück, es sind einige Parkplätze frei. Von hier geht es nur ein paar Schritte zur Hauptstraße, der wir nach rechts bis zur Alten Schmiede folgen. Vor ihr folgen wir der Straße bis zur Kirche.

Schönberg ist ein sehr hübscher Ort, geprägt von schmucken Häusern, die noch an die Sommerfrische der Städter am Kamp erinnern. Nimm dir Zeit, genauer zu schauen und die einzelnen Gebäude zu betrachten. Bald schon entdecken wir den ersten Wanderwegweiser in strahlendem Gelb. „Schossbergweg“ heißt unsere heutige Tour!


Zuerst mal resch bergauf zur Ruine!


Zuerst bringt sie uns hoch zur Ruine Schonenberg – doch zwischen uns und der Ruine steht noch der einzige „scharfe“ Anstieg. Wobei das schon etwas übertrieben ist, es geht einfach ein wenig steiler auf der Straße bergauf. Ein wenig ins Keuchen kommen wir trotzdem. Vor der Ruine geht ein Trampelpfad hinein in die Natur, er umrundet die Ruine und nach einiger Zeit führt uns ein schmaler Pfad hoch zu den Resten. Aufpassen beim Hochgehen: ich bin in der Schlaufe einer Liane hängengeblieben und gleich mal so richtig schön der Länge nach auf dem weichen Boden gelegen.

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Eine feine Aussicht aufs Kamptal von den letzte Resten der einst stolzen Burg.


Oben angelangt findest du einen Pavillon, in dessen hölzernen Dach sich viele Liebende verewigt haben. Von der Ruine selbst stehen nur mehr ein paar Mauern, besonderes spannend finden wir einen Torbogen, der aber nur mehr im oberen Teil aus der Erde herausragt. Wie versunken wirkt er.


Durch den lichten Wald gemütlich dahin…


Unser Weg bringt uns nun sanfter immer weiter nach oben. Wir sind hier sehr alleine unterwegs, hin und wieder begegnen wir ein paar Wanderern. Sobald sich unsere Straße scharf nach rechts wendet, biegen wir links ab. Neben uns der Wald, auf der anderen Seite ein paar Obstgärten. Vorbei an einem alten Gehöft geht es hinunter ins Tal. Bei der folgenden Kreuzung wenden wir uns nach rechts. Durch den Wolfsgraben geht es weiter im Wald bis zu einem großen Teich, der allerdings im Privatbesitz ist! Also nichts mit Badehose! Aber warte ein bisschen, später am Kamp hast du noch die Möglichkeit, dich abzukühlen!




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Witzig, oder? Ein Briefkasten auf einem Baum mitten im Wald.

Beim Teich gehen wir dann rechts über eine gemauerte Steinböschung und danach heißt es einmal ein bisschen aufpassen: wir folgen einem kleinen Pfad geradeaus in den Wald. Keine Sorge, auch hier ist der Weg perfekt markiert, man könnte es nur einfach beim Betrachten der Teiche übersehen.

Nach einiger Zeit auf den Waldwegen gelangen wir durch eine hübsche Kellergasse nach Schönberg-Neustift. Hier steigen wir hinunter zum Kamp und ab jetzt heißt es simpel: dem Fluss nach! Etwas sehr Knuffiges gibt es hier zu sehen: eine Schweinefamilie samt Ferkel auf einer Weide. Die Muttersau ist pechschwarz, die Ferkel zweifarbig. So süß!


Immer dem Kamp entlang bis Schönberg


So gelangen wir zu einem hübschen Badeplatz am Kamp, wo es eine Rutsche und ein Floß gibt. Die Dorfjugend war hier sehr fleißig und hat viele Plätze hübsch gestaltet, klasse, wenn es so ein Engagement gibt! Über eine Brücke geht es wenig später ans andere Ufer.

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Wem heiß von der Wanderung ist, der schmeißt sich in die kühlen Fluten des Kamp!



Durch die Au führt uns der Weg nun zurück nach Schönberg, wo wir über die Brücke gehen und dann der Straße bis zu unserem Parkplatz folgen. Eine herrlicher Tour bei Sonnenschein und blauem Himmel, herrlich! Die vergangenen Tage waren ja eher trüb, da tut so eine Extradosis Licht so richtig gut!


Du kennst uns ja schon, nach so einer Wanderung, fertig am Nachmittag ist es oft schwierig ein Gasthaus mit warmer Küche zu finden. Unsere Wahl hier in der Gegend ist meist die Graselwirtin. Nur die hat gerade bis 4.5. geschlossen. In Langenlois finden wir jedoch einen würdigen Ersatz: ganztägig warme Küche, schöner Gastgarten und – für die Biertrinker – eigene Brauerei, der Fiakerwirt. Hier der Link: Fiakerwirt Schweinsbraten und Schnitzel sind hervorragend und auch das Essen auf den Nachbartischen schaut sehr gut aus!


Tourdaten