• Sonja & Gerald

Wandern Alpen: Hohenberg - großer Schleierfall - Seebachquelle - kleiner Schleierfall beim Ochsattel

Wasser, das tosend über die Steine herabfließt. Kühler Atem, der den Bewunderer empfängt. Und eine Wassermelodie, so verschieden wie die Wasserspiele selbst. Ein Wasserfall! Immer anders, immer beeindruckend. Gleich nach Hohenberg gibt es drei besondes stimmungsvolle und unterschiedliche Wasser-Erlebnisse.


Da ist der kleine Schleierfall, schon vom Parkplatz sichtbar. Ausladend bricht er über die bemoosten Steine herab. Dann nach einer kleinen Wanderung der große Schleierfall. Schmal und wild stürzt das Wasser in die Tiefe. Sein "Atem" ist spürbar. Noch ein Stück weiter liegt die Quelle des Seebachs. Ein Wasser so unglaublich klar und in einem Blau, das richtig leuchtet in seiner Reinheit. Ein kleiner "See" mit Bankerl und dahinter ein weiterer Wasserfall.


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Der kleine Schleierfall bei Hohenberg, der ja gar nicht so klein ist!

Mit zunehmender Länge der Wanderung verhält es sich in Hinblick auf die Menschen wie auf der Rax oder am Schneeberg. Beim kleinen Wasserfall kannst du eine ruhige Minute erwischen, aber auch den Andrang gefühlt wie beim schnellen Stopp eines Sightseeing-Busses. Beim großen Schleierfall schon deutlich weniger. Und dann bei der Quelle? Ganz für uns alleine! Unser Tipp daher ganz klar: wandere unbedingt bis zur Quelle! Und den kleinen Schleierfall schaust du dir entweder vor der Tour oder danach an, je nachdem, wann weniger los ist!


Kurzfassung der Wanderung Schleierfall und Seebach-Quelle bei Hohenberg


Weglänge: 9,6 km

Höhenmeter Anstieg: 291 hm

Durchschnittliche Gehzeit: 3:10 - bedenkt hier immer, dass dies die reine Gehzeit ohne Pause ist! Am besten mal mit diesen Werten (und genügend Pufferzeit) vergleichen und so seine eigene Durchschnittszeit berechnen, kann schneller, aber natürlich auch langsamer sein!


Schwierigkeit: Forststraßen, Waldpfade und einfache Steige. Ein kleines Stück querfeldein den Wald hinauf zum Forstweg. Wegen manchmal ein wenig nass vom Wasser. Daher auch wenn du nur die Wasserfälle besuchen willst, feste Schuhe wählen!

Kondition: wenige und gemütliche Höhenmeter


Markierung: eher spärlich markiert, auch bei Weggabelungen fehlt des Öfteren der Wegweiser.

Parken: unweit des kleinen Schleierfalls in Hofamt.

Link: Parkplatz


Landschaft/ Erlebnis/ Fotografie: Wasserfälle, kleiner Teich mit glasklarem Wasser und tiefer, stiller Wald

Einkehr/ Rast: viele Rastbankerl. Unser Favorit: direkt oberhalb von der Seebach-Quelle. Hier ist es herrlich!


Link zum GPS-Track

hohenberg-schleierfall-ochssattel
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Beschreibung unserer Wanderung zum Großen Schleierfall und zur Seebach-Quelle


Start unserer Wanderung ist der Parkplatz beim Kleinen Schleierfall. Du kannst ihn von hier aus schon sehen. Nur mehr durch die kleine Weide und du bist schon dort. Wenn gerade nichts los ist dort, dann schau ihn dir gleich an. Warum erzähle ich dir am Schluss unserer Tour.


Am oberen Ende des Parkplatzes gehen wir durch ein Tor und entlang einer Weide weiter. Am Forstweg angekommen, wenden wir uns nach links. Schon bald treffen wir auf den Bach, dem wir bis zum Großen Schleierfall folgen. Nicht mehr als fünfzehn Minuten Gehzeit kannst du hier rechnen.


Der große Schleierfall mit seinem kalten Atem


Beeindruckend, wie das Wasser über die Steine herunter bricht. Links vom Weg ist eine kleine Höhle. So ist der Ort ein richtiger Kältepol. Links die kalte Luft aus dem Berg und rechts vom Wasser. An so heißen Tagen wie heute ein Genuss! Im Winter wird es hier schnell frostig sein. Eine Metallstiege bringt dich dem Wasserfall entlang nach oben. Weiter geht es ein Stück auf einem Steg, dann auf einem normalen Waldpfad. Einzelne Stellen sind etwas nass. Mit Bergschuhen kein Problem - von Schlapfen und Flip-Flop raten wir dir ab, auch wenn die Strecke hierher sehr kurz ist.


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Da ist es ein sanftes Bächlein!
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Eine richtige Sommerwanderung entlang eines kühlen Baches!
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Der große Schleierfall. Unser erstes Highlight auf der Wandeurng bei Hohenberg im Mostviertel
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So eine frische und kühle Lust vom Wasserfall, perfekt an heißen Sommertagen.

Oben geht es weiter wie in einer kleinen Klamm. Neben dir der Bach, der munter dahin plätschert. Immer wieder kleine Stege, die du überquerst. So geht es gemütlich ein paar Höhenmeter hinauf. Das letzte Stück trennen wir uns vom Wasser und gehen fast eben bis zur Straße.


Ein kleines Stück nach links folgen wir dem Straßenverlauf. Auch wenn das eine beliebte Motorrad-Strecke ist, so begegnen uns nur wenige. Der Bereich neben der Straße ist schön breit. Es ist angenehm zu gehen.


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Manchmal ein schmaler Pfad, dann wieder eine Forststraße.
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Immer wieder gibt es spannende Felsen neben unserem Wanderweg.
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Hin und wieder gut markiert, dazwischen heißt es ein wenig raten.
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Was für eine schöne Gegend, hier am Beginn der Alpen!
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Ein munter plätscherndes Bächlein - die perfekte Begleitung unserer Wanderung.
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Ja, so ein Häuschen mitten im Wald, das wäre was!
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Schön ist er, der Schwalbenwurzenzian.

Ein Wegweiser auf der linken Seite zeigt uns den Eintritt in den nächsten Weg rechts an. Durch den Wald geht es auf einem schmalen Pfad hinunter ins Tal. Eine Forststraße bringt uns nach rechts weiter Richtung Ursprung vom Seebach. Zu unserer Linken ist ein Bach mit einer Furth. Wir bleiben aber auf unserem Weg. Weiter hinten im Wald teilt er sich in zwei Wege auf. Der untere ist der richtige. Wenn du genau schaust, dann siehst du einen Wegweiser im Busch lehnen.


Die Seebach-Quelle, was für ein Blau!


Plötzlich ist er da. Ein kleiner Teich mit so glasklarem Wasser, dass wir staunen. Wenn du dort bist, weißt du, was ich meine. So ein besonderes Blau, so durchscheinend und doch so intensiv in der Farbe. Dahinter ein Bankerl und zu unserer Überraschung noch ein Wasserfall! Gerald nützt die Gunst der Stunde und schmeißt sich in die Fluten.


Wobei schmeißen übertrieben ist. Bibberkalt ist es, das Wasser. Besonders im Konrast zu den hohen Lufttemperaturen. Ich glaube, in Spitzbergen im Eiswasser war er schneller drinnen. Dies hier nimmt ihm direkt ein wenig die Luft weg. Für mich ganz klar: hier gehen nicht mal die Zehen hinein. Ja, so kann man sich täuschen. Auch meine Füße tauchen heute noch ins kalte Wasser ein. Später!

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Schau dir die Wasserfarbe der Seebachquelle an, phänomenal!
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Bei der Seebachquelle findest du einen weiteren Wasserfall. Und bist meist ganz alleine!
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Da muss man als Fotograf ja sein Stativ auspacken, oder?
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Ob wohl ein Vierblättriges dabei ist?

Nun stehen wir vor einer Entscheidung mit drei Optionen! Wir können den selben Weg zurück gehen. Nein, wollen wir nicht! Wir können bis zur Weggabelung zurück gehen und dem anderen Weg berauf folgen und so unsere Runde weitergehen. Oder aber wir folgen dem schon etwas verwachsenen Weg nach hinten, der laut GPX und allen Karten enden soll, aber vielleicht in den anderen Weg einmündet.


Ihr kennt uns, oder? Klar, no risk, no fun! Der Weg ist eindeutig vorhanden, nur schon lange nicht mehr begangen. So liegt schon nach einem kleinen Stück ein Baum quer über unsere Strecke. Rechts lässt es sich perfekt ausweichen. Nach einiger Zeit, in einer leichten Rechtswendung ist die Vegetation schon deutlich höher. Jedoch angenehme Pflanzen und keine Dornen. Also nichts wie durch. Mittlerweile sind wir schon weiter als der Weg am GPS zu sehen ist. Vor uns taucht ein kleines Häuschen zur Stromgewinnung auf. Rechts davon sehen wir ein paar Höhenmeter über uns schon den "richtigen" Weg. Beim Häuschen geht es über den kleinen Bach und dann durch den Wald nach oben. Es ist einfach und gut machbar. Passt, Weg ist erreicht!


Wandern durch stille Wälder am Beginn der Alpen


Der folgende Abschnitt ist sehr hübsch, immer wieder Felsformationen im Wald, keine Menschen und schöne Ausblicke. Nicht in die Ferne, sondern auf die uns umgebenden Wälder. So geht es weiter hinauf in Richtung Ochssattel. Vor uns liegt eine Weggabelung. Der rechts Weg geht weiter hinauf zum Sattel, der linke wieder hinunter ins Tal. Da schon schwarze Wolken am Himmel aufziehen, entscheiden wir uns, abzusteigen.


Gemütlich wandern wir auf der Forststraße bis zu jener Furth, von der ich dir vorher erzählt habe. Tja, nun heißt es auch für mich raus aus den Bergschuhen. Aber ehrlich, an einem heißen Augusttag schätze ich diese kleine Kneipp-Kur sehr!


Ab hier ist der Rückweg gleich dem Hinweg. So kommen wir in den Genuss, den Großen Schleierfall auch von oben nach unten zu gehen. Ich liebe es, Wasserfälle und Klammen in beide Richtungen zu besuchen. Andere Blickwinkel schaffen ganz andere Eindrücke! Herrlich! Haben wir im Aufstieg hier noch anderen Besucher getroffen, ist es jetzt am späten Nachmittag ganz still geworden.


Der kleine Schleierfall! Besuch vor oder nach dem Wandern


Am Parkplatz angelangt gehen wir die paar Schritte zum Kleinen Schleierfall. Ein Paar kühlt die Füße und entspannt sich beim Blick auf die Wasserspiele. Sonst nichts los. Gerald packt sein Stativ für die Langzeitbelichtungen aus, ich hole mein Skizzenbuch und die Auarellfarben aus dem Rucksack. Und dann? Du wirst es nicht glauben. Ich muss aufpassen, dass mir der Mund vor lauter Staunen nicht offen steht. Immer mehr Menschen kommen. Zuerst eine Familie mit Freunden, so rund zehn Personen. Dann gefühlt ein ganzer Bus voll. Aus Deutschland und Wien, wie uns die Kennzeichen wenig später verraten. So witzig. Wie aus dem Nichts. Die ganze Straße ringsum vollgeparkt. Ob das nun öfters so ist oder nur heute? Keine Ahnung. Daher unser Tipp am Anfang. Wenn du dein Auto einparkst und nichts los ist beim Kleinen Schleierfall, dann schau ihn dir gleich an!


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Der kleine Schleierfall. Ein richtiges Spekatakel an Wasserfällen.

Die beiden Schleierfälle und die Seebachquelle sind einen Besuch mehr als wert. So unterschiedliche Wassererlebnisse an einem Ort gibt es selten. Und so viel Ruhe in den Wäldern ringsum. Viele Schneerosenblätter entlang vom Weg machen uns neugierig auf einem Besuch im Frühling. Im Winter ist er hier mit Sicherheit malerisch, wenn Eiszapfen die Wasserfälle schmücken. Du hörst es sicher schon aus meinen Worten. Wir kommen wieder in dieses herrliche Wandergebiet am Beginn der Alpen.


Tourdaten