Wandern Alpen: von Hohenberg über den Jägersteig auf die Gschwendthütte in Niederösterreich

Ja, man kann recht nahe an die Hütte mit dem Auto hoch fahren - aber man sollte es nicht tun! Denn der Weg im Graben hoch und dann über den entzückenden Jägersteig ist einfach zu herrlich - und die Jause auf der Hütte muss verdient werden, oder? Die letzten Höhenmeter begleitet uns Blasmusik. "Tragt es die aus dem Tal hoch?", fragen wir uns. Dann die Überraschung. Bei der Hütte spielt eine steirische Musikgruppe auf - zur Feier des Tages, einfach so. Was für ein Spaß. Denn auch wenn wir keine Blasmusik-Fans sind, hier passt es einfach perfekt her!


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Der Jägersteig - unser Lieblingsabschnitt am Weg zur Gschwendthütte

Kurzfassung


Weglänge: 9,3 km

Höhenmeter Anstieg: 523 hm

Schwierigkeit: bis auf den Jägersteig sind es Forststraßen und Wege. Alternativ kann auch über die Forststraße weiter gegangen werden und so der (einfache) Steig ausgelassen werden.

Kondition: es geht angenehm hoch, meist im Schatten

Markierung: gut markiert

Weg-Alternativen: ohne Jägersteig am Weg bleiben, Abstieg alternativ bis Hohenberg und dann hinein ins Tal gehen

Parken: am Beginn der Wanderung perfekter Parkplatz. Nicht schrecken, die asphaltierte Straße endet ein wenig vorher und geht in eine Schotterstraße über, man darf aber weiter fahren.

Link: Parkplatz

Landschaft/ Erlebnis: schöne Aussichten, feine Steige und herrlicher Wald

Fotografie: Landschaft und viele, viele Kleinode am Wegesrand

Einkehr/ Rast: die Gschwendthütte, unser Ziel! Hat am Wochenende geöffnet. Hier kann man auch übernachten.

Link: Gschwendthütte

Tipp: Auf dieser Wanderung durchqueren wir keine Weide. Wir haben eine wunderhübsche Höllenotter gesehen und andere Wanderer erzählten uns von der Sichtung einer Kreuzotter, also Hundebesitzer aufpassen! Unsere Sichtung war am Jägersteig, die anderen Abschnitte sind breite Wege.


Link zum GPS-Track

Hohenberg-Gschwendthütte
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Beschreibung der Wanderung


Mit dem Auto geht es ins Traisental, bei Freiland biegen wir links ab und folgen der Straße bis Hohenberg. Nach der Pfarre biegen wir rechts ins Steinparztal ab und folgen der Straße ins Tal. Nach einiger Zeit geht die Asphalt-Straße in einen Schotterweg über. Lasst euch nicht abschrecken, nur mehr ein kleines Stück und ihr seid am Parkplatz angelangt. Unsere Wanderung startet hier hinein ins Tal und immer leicht bergauf. Gleich zu Beginn gibt es hier ein Highlight für meinen Gerald: eine Quelle! Ich hab es ja schon des Öfteren erwähnt, er liebt es, frisches (oder manchmal erst im Nachhinein erkennbar weniger frisches) Wasser zu kosten. Diesmal geht er aber quasi auf Nummer sicher: es steht dabei, dass es sich um Quellwasser handelt!


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Blauer Himmel, ein paar Wattewolken - bestes Wanderwetter!
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Rauf geht´s auf dem rechten Weg, auf dem linken kommen wir dann zurück.
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Wisst ihr, dass in jeder Glockenblume eine Elfe wohnt?
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Ich tippe mal auf einen kleinen Perlmuttfalter. Weiß wer, ob das stimmt?
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Was für eine hübsche Quelle! Und wirklich reines Wasser!

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Zuerst geht es auf der Forststraße weiter ins Tal hinein.

Oftmals sind wir im Schatten großer Bäume unterwegs, dazwischen immer wieder abschnittsweise in der Sonne. Angenehm lässt es sich hier wandern, sind die Temperaturen doch gleich viel moderater als in der Stadt. Das erste Stück ist es eine Forststraße, der wir folgen. Es ist die Zufahrt zum oberen Parkplatz. Jedoch mehr als wenig befahren, sind es doch zumeist Wanderer wie wir, die auf die Gschwendthütte wollen.

In einer Kehre verlassen wir die Forststraße und gehen geradeaus in den Wald auf einem Weg weiter. Der nun folgende Abschnitt bringt uns immer weiter nach oben. Die Steigungen verlaufen recht angenehm und der Weg ist schön schattig. Blumen ringsum und das Zwitschern der Vögel erfreuen uns, während wir Höhenmeter um Höhenmeter überwinden. Nach einiger Zeit kreuzen wir wieder die Forststraße - wir überqueren sie aber nur, gleich gegenüber geht unser Waldpfad weiter. Die Wegführung ist sehr einfach: perfekt markiert und keine wirklichen Optionen. So können wir total entspannt dahin wandern und die Umgebung samt den Ausblicken auf die Berge ringsum genießen. Es ist immer wieder spannend, wie anders die Bergzüge aus den verschiedenen Winkeln aussehen. So rätseln wir doch einige Zeit über den Hügel auf 12 Uhr, den wir dann schlussendlich als Reisalpe mit dem Schutzhaus und den Hochstaff erkennen.


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Genau in der Kehre zweigt unser Weg von der Forststraße ab.
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Immer wieder top markiert!
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Stetig bergauf, aber sehr gemütlich und im Schatten.
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Es raschelt im Laub - heuer gibt es viele klitzekleine, süße Mäuse!
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Ein schmaler Waldweg, mitten durch den lichtdurchfluteten Wald.
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Wer da wohl wohnt? Oder ist es noch frei?
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Jetzt sind wir auf dem Zimmerlweg!
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Angenehm ist unser Weg, einfach fein!
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So ein hübscher Kontrast - rotbraune Blätter und frisches Grün.

Der Einstieg auf den Jägersteig geht rechts vom Pfad weg - hier könnt ihr euch entscheiden: Wer lieber dem Weg folgt, gelangt zum oberen Parkplatz und kann dort einfach weiter aufsteigen zur Hütte. Oder wie wir dem Steig folgen. Für diese gibt es eine riesengroße Empfehlung von uns. Es ist mit Abstand der schönste Wegabschnitt dieser Wanderung. Der Steig ist einfach zu gehen, für jeden mit normaler Trittsicherheit gut machbar. Als besonderes Highlight für uns entdecken wir eine kleine Höllenotter seitlich des Weges. Keine Sorge, nicht gefährlich für uns. Sie schlängelt sich auch gleich noch weiter weg von uns. Zuvor können wir aber noch das so markante eckige Köpfchen bewundern. Seid ihr mit Hunden unterwegs, dann lasst sie lieber hinter euch nachgehen und am Weg bleiben.


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Die Wegweiser geleiten uns perfekt nach oben.
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Ausblicke genießen - wir nehmen uns immer Zeit zum Schauen!
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Und plötzlich ist er da - der markante Felsen!

Am oberen Ende geht unser Steig in einen Wiesenpfad über, an dem es würzig duftet. Was für eine schöne Jahreszeit, wenn die Blumen blühen und ihr Aroma sanft über der Wiese schwebt. Wir bleiben dann immer gerne ein wenig stehen, schließen die Augen und atmen ganz tief ein. Diesmal kommt noch ein zweiter Genuss dazu: ein Vogerl singt, das wir nicht kennen. Es ist wie eine Tonleiter aus vier Tönen, die er immer wieder anstimmt. Dann Stille und wieder diese vier Töne, kein Trällern, nichts sonst. Seht witzig, es klingt nach Gesangsstunde in der Vogelstunde. Leider verstummt er, als ich mein Handy herausnehme zum Aufnehmen.


Oben auf der Hütte angelangt, eigentlich schon zuvor beim Raufgehen am Forstweg, kommt der zweite Musikgenuss der heutigen Wanderung. Eine steirische Blasmusik-Gruppe spielt zünftig auf. Einfach so, ganz ohne speziellen Anlass hat sie der Hüttenwirt eingeladen. "Das Heute zu feiern", sagt er. Wir sind ja nicht so die großen Blasmusik-Fans, aber hier passt es perfekt dazu. Bei Würstln genießen wir die Musik und die lustige Stimmung auf der Hütte - es tut gut, wenn alles wieder normal abläuft nach den vergangenen Monaten.


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Schon aus der Ferne vernehmen wir die Musik auf der Hütte - und den leckeren Duft des Essens.

Von hier aus könnt ihr auch noch weiter gehen: zum Linsberg und weiter zur Paulmauer. Dazu geht es die Weide weiter hinauf. Wir entscheiden uns, diese Tour lieber nach der Weidezeit zu machen, da wir Kuhweiden wenn möglich meiden.


Der Abstieg führt uns zuerst hinunter zum Parkplatz. Dieser Wegabschnitt ist recht steil und auf dem Schotter auch rutschig. Parallel zur Straße ist aber am Rand der Wiese ein kleiner Pfad, auf dem es sich gut gehen lässt. Am Parkplatz folgen wir zuerst der Forststraße hinunter Richtung Tal. In der scharfen Kehre verlassen wir sie und gehen "geradeaus" auf dem Weg weiter. Hangseitig begleiten uns imposante Felsformationen, einmal zeigt sich sogar eine Höhle. Sehr spannend, diese Landschaft.




Immer weiter gelangen wir so ins Tal hinunter und können auch diesen Abschnitt entspannt dahin schlendern. Es gibt zwar keine Markierungen, aber nur den einen Weg, der logisch verläuft. Im unteren Abschnitt sehen wir im Tal unseren Hinweg verlaufen. Ein wenig oberhalb des Parkplatzes gelangen wir auf den Weg und folgen ihm nach rechts zum Auto.