Rügen: Radtour nach Wiek plus Sehenswürdigkeiten

Wiek ziemich exakt gegenüber von Juliusruh und unserem Knaus-Campingplatz liegt perfekt, um das Schiff auf die Insel Hiddensee zu nehmen, wenn du wie wir mit dem Rad zur Fähre fahren willst. Gemütlich radeln wir hinüber, kaufen unser Schiffkarten und erkunden den kleinen Ort mit seiner imposanten Kirche und der berühmten Kreidebrücke. Einem Industriedenkmal auf der Insel Rügen! Und finden so nebenbei zwei Lieblingslokale: einmal süß das Blumencafe und für sauer den Fischkop!


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Wiek ist ein hübscher Ort - mit einer imposanten Kirche in Backsteingotik!


Kurzfassung der Radtour vom Knaus Campingplatz/ Juliusruh nach Wiek


Weglänge: 16,7 km

Höhenmeter Anstieg: 47 hm


Schwierigkeit: Straße oder Feldwege, einfach, manchmal holprig

Kondition: einfach, nahezu keine Höhenmeter. Bei Wind könnte es anstrengender werden.


Markierung: Gut markiert, wir wählen dann aber Alternative, die durch die Felder führt und weniger befahren ist


Weg-Alternativen: ja, viele Möglichkeiten. Du kannst zwischendurch immer wieder die Route verändern.


Parken: wir starten auf unserem Campingplatz, dem Knaus Camping. Diese Radtour ist in erster Linie dafür gedacht, zum Schiff nach Hiddensee zu kommen. Wenn du mit dem Auto anreist, dann fährst du direkt zu deinem gewählten Hafen.



Landschaft/ Erlebnis/ Fotografie: durch hübsche Orte und weite Felder. Wiek hat eine sehr schöne Kirche und die bekannte Kreidebrücke als Sehenswürdigkeiten.


Einkehr/ Rast: Groß ist Wiek nicht, aber mit dem Blumencafe und dem Fischkop im Hafen birgt es zwei unserer Lieblingslokale!


Link zum GPS-Track

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Radtour nach Wiek zum Schiff zur Insel Hiddensee


Wie immer geht es zuerst nach Altenkirchen. Asphalt - rumpelige Steine - Asphalt, Altenkirchen ist passiert! Diesmal aber - wenn auch der selbe Ablauf - zweigen wir vor der Kirche ab. Schnell erreichen wir die Hauptstraße und überqueren sie. Ein fester Feldweg bringt uns gerade nach vorne zu einer sehr spannenden Baustelle.


Es ist Gut Lanckensburg - eine große Anlage samt extrem hohen Getreidespeicher, die gerade saniert wird. Sehr spannend, vor allem wüssten wir gerne, was daraus werden soll. Besonders der hohe Speicher. Hotel? Schönheitszentrum? Seminarhaus? Nein, laut Ostsee-Zeitung sollen es Wohnungen werden. Wir bleiben gespannt.

Im Internet habe ich ein paar Infos zu früher gefunden: das Gutshaus wurde im 18. Jahrhundert errichtet und immer wieder umgebaut. Seit den 1960ern existiert das Gutshaus selbst nicht mehr, es sind nur mehr der Getreidespeicher und ein kleineres Stallgebäude vorhanden. Wenn du dort stehst, lass dir diesen letzten Satz auf der Zunge zergehen. Denn für uns ist da noch immer ein riesengroßes Gebäude vorhanden. Jetzt wissen wir aber, dass es nur der kleine Rest ist.

Was total spannend ist: früher gab es hier einen englischen Landschaftsgarten, der leider komplett verschwunden ist.


Unser Weg mündet in einen zweiten, wir wenden uns nach links, umrunden das ehemalige Gut. Dem Weg folgen wir bis wir nach einem kleinen Hügel nach rechts abbiegen. So erreichen wir Wiek. Durch schmale Gassen gelangen wir in Richtung Hafen. Klar, hier rüttelt es uns noch einmal richtig durch!


Wiek, ein hübscher Ort mit Kreidebrücke und Lieblingslokalen!

Am Hafen kaufen wir die Tickets nach Hiddensee und kontrollieren die Abfahrtszeiten. Und bestaunen eine der Sehenswürdigkeiten von Wiek: die Kreidebrücke. Sie ist ein Industrie-Technik-Denkmal. 1914 begann der Bau eines der ersten Bauwerke im Ostseeraum, das einzig aus Stahlbeton bestand. Gebaut für den geplanten Kreideabbau auf Kap Arkona geht sie nie in Betrieb. Der erste Weltkrieg und die ihm folgende Knappheit an Baumaterial und letztendlich die fehlende Lizenz für den Kreideabbau hinterlassen eine Bauruine. Rund 100 Jahre später wird sie aus dem Dornröschen-Schlaf geweckt. Heute ist sie ein feiner Aussichtspunkt und gleicht einer schwebenden Promenade.


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Die Kreidebrücke von Wiek - geplant für den Kreideabbau ist sie heute ein Aussichtspunkt!

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Blick von der Kreidebrücke in Wiek auf den Hafen.

Dann geht es in den Ortskern zurück. Schon im Vorbeifahren haben wir sie gesehen, jetzt besuchen wir sie: die hübsche Backsteinkirche, eine der größten Hallenkirchen Rügens. Auch sie hat - wie die Kollegin in Altenkirchen - einen hölzernen Glocken- und Uhrturm an der Seite. Schaut witzig aus, aber auch sehr charmant.


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Was für eine beeindruckende Kirche, innen wie außen!

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Es ist immer spannend, die Details eines Gebäudes zu betrachen.

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Von jeder Ansicht wunderhübsch! Die Kirche in Wiek.

Das Blumen-Café ist unser Fixpunkt beim Besuch in Wiek! Einst nur Gärtnerei beherbergt es heute zusätzlich ein kleines Lokal. Sitzplätze im Garten, viel zum Schauen und lecker hausgemachten Kuchen! Ja, ehrlich gesagt der beste Kuchen bisher auf Rügen! So hüpft das Blumen-Café gleich mal auf die Liste der Lieblingslokale der Insel!

Hier der Link: Blumen-Café


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Mitten in der Gärtnerei Kaffeetrinken: das Blumencafe in Wiek!

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Hausgemachter Kuchen und feiner Kaffee im Blumencafe, das lieben wir!

Nach unserer Hiddensee-Fahrt entdecken wir gleich gegenüber im Hafen ein feines Fisch-Lokal, den Fischkopp. Webseite hat er zwar keine, aber seine Adresse schreib ich dir: Am Hafen 8, Wiek. Ob Fischbrötchen oder warmes Fisch-Gericht, alles köstlich! Auch hier ganz klar, ein neues Lieblingslokal ist entdeckt!


Der kleine Ort Wiek - aber zwei Top-Lokale, die es in unsere Lieblingsliste schaffen!


Tourdaten