Rügen: Radtour - Kap Arkona - Vitt - Zauberwald - Großsteingräber

Kap Arkona mit seinen drei Türmen, ein Highlight auf der Sonneninsel Rügen. Unsere einfache Radtour bringt dich vorbei am Großsteingrab in den lieblichen Fischerort Vitt und dann direkt zu den Leuchttürmen. Entlang der Westküste fahren wir durch den lichten Wald mit herrlichem Blick auf die Ostsee Richtung Süden. Am Schluss erwartet uns ein landschaftliches Gusto-Stückerl: der Zauberwald mit seinen mystisch verformten Bäumen.


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Drei Leuchttürm auf einmal - wie herrlich! Unsere Radtour ringsum Kap Akona


Kurzfassung Radtour um Kap Arkona


Weglänge: 30,4 km

Höhenmeter Anstieg: 173 hm


Schwierigkeit: Waldpfade, Asphalt, Kopfsteinpflaster und Feldwege. Ich bin ein „Alltagsradler“ und konnte alles gut bewältigen. Im Waldabschnitt kannst du alternativ außen entlang vom Feld fahren.

Kondition: einfach, nahezu keine Höhenmeter. Bei Wind könnte es anstrengender werden.


Markierung: sehr gut markiert, immer wieder weiße Wegweiser mit dem Radweg, den Distanzen und den Zielen

Weg-Alternativen: ja, viele Möglichkeiten. Du kannst zwischendurch immer wieder die Route verändern.

Du kannst diese Radtour mit unserer zweiten zu einer längeren Gesamttour verbinden. Hier der Link zur Folgetour: Radtour Kap Arkona Süd


Parken: wir starten auf unserem Campingplatz, dem Knaus Camping.

Alternativ kannst du überall auf der Strecke einsteigen. Wenn du mit dem Auto nach Kap Arkona kommst und hier kein Quartier hast, dann empfehlen wir dir den großen Parkplatz für Kap Arkona - dort ist auch ein Wohnmobilstellplatz

Link: Parken


Landschaft/ Erlebnis/ Fotografie: eines der Highlights von Rügen ist mit Sicherheit Kap Arkona mit seinen Türmen, dann noch der Fischerort Vitt und als Draufgabe der Geheimtipp zum Zauberwald.


Einkehr/ Rast: Selten gibt es so viele Einkehr- und Rastmöglichkeiten wie hier. Plätze zum Rasten findest du laufend, es ist eher schwierig sich für einen zu entscheiden!

Beim Einkehren ist es ebenso: unser Tipp auf dem Weg nach Vitt ist „Zur kleinen Rast“. Hier gibt es hausgemachten Kuchen und eine Wahnsinns-Aussicht auf die See. In Strandkörben kannst du gemütlich verweilen.

Link: zur kleinen Rast

In Putgarten ist unser Tipp fürs obligatorische Fischbrötchen bei Roberts Räucherfisch an der Hauptstraße - super Preise und Top-Qualität!


Link zum GPS-Track

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Beschreibung der Radtour rund um Kap Arkona

Wir starten direkt auf unserem Campingplatz und folgen dem Feldweg nach Norden. Die Feldwege hier sind grandios - meist sind zwei Fahrspuren asphaltiert und dazwischen ist Wiese. Wenn ich da so an unsere in Österreich denke…

So geht es gemütlich dahin. Der Blick schweift über die Landschaft und das Meer zu unserer Rechten. Immer wieder gibt es herrliche Aussichtspunkte auf die Ostsee. Fahr nicht zu schnell, nimm dir Zeit - die Ausblicke sind es wirklich wert.


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Immer wieder müssen wir Halt machen: so feine Aussichtspunkte auf die Ostsee.

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Großsteingrab direkt am Radweg nach Witt! Sehr spannend!

Links vom Weg sehen wir immer wieder hübsche Häuser, typisch Rügen und viele davon Ferienhäuser zum Mieten! Einsam entlang der Küste stehen sie, so richtig zum Erholen. Nur wissen muss man, dass es sie gibt. Unser erster Stopp ist bei einem Großsteingrab. Diese Zeugnisse aus der Steinzeit sind typisch für die Insel. Es gibt hier besonders imposante Anlagen.


Erst Großsteingrab, dann Kaffee und Kuchen!


Weiter geht es dann nur ein recht kurzes Stück, wir lassen uns anlocken. Nein, bei diesem Angebot können wir nicht nein sagen. Strandkörbe mitten in der Wiese mit Blick auf die blaue See - dazu hausgemachter Kuchen, Kaffee und für Gerald eine Sanddorn-Schorle. Immer auf Rügen kostet er alles, das er aus Sanddorn findet. Und kauft so einiges für Zuhause ein. Hier im „Zur kleinen Aussicht“ lässt es sich aushalten. Zum Glück haben wir keine Eile, die Radtour darf ruhig den ganzen Tag dauern!


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Hausgemachter Kuchen! Da bleiben wir gerne stehen: "Zur kleinen Rast"
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Unser nächstes Ziel ist Vitt. Den kleinen Fischerort mit dem Hafen und der Steilküste kennen wir schon gut, besuchen ihn nahezu bei jeder Rügenreise. Die Häuser sind schmuck herausgeputzt und erinnern uns an Herr der Ringe. Das Reetdach, die Steinwälle und die Kleinheit, da könnten auch Hobbits drin wohnen. Diesmal kommen wir jedoch von einer anderen Seite und fahren direkt an einem Hühnergehege vorbei. Wer mich kennt, der weiß: Füttern ist meine Leidenschaft. Hier gibt es einen „Kaugummi-Automaten“, der für 50 Cent Tierfutter spendet. Die Hühner entlarven mich gleich als potentiellen Kunden, versammeln sich und gackern laut drauf los. Klar, ich bin bereit!


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Futterautomat für Federvieh? Ich bin dabei!

Das Dörfchen Vitt, wie einem Märchen entsprungen!


Im Dorf selbst ist heute viel los, wir schieben unsere Räder in den Hafen und genießen den Ausblick auf die Kreidefelsen und das Meer. Dann geht es hoch zur Kapelle und weiter in den Ort. Auf diesem Weg ist ein typisches Fotomotiv mit den Türmen. Davor ein Getreidefeld, darüber die drei Schönheiten!


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Wie Miniatur-Häuschen schauen sie aus, die schmucken Häuser von Vitt!
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So lieblich - einer unserer Lieblingsorte auf der Insel!
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In Putgarten angelangt geht es - mittlerweile ist Mittag - zum Fischbrötchen unseres Vertrauens. Es ist zwar nicht die schmuckeste Hütte, aber die Brötchen sind eine Wucht. Daher lassen wir uns nicht von der stylischen Konkurrenz abwerben, sondern genießen unsere Brötchen bei Roberts Räucherfisch. Traditionell ich mit Hering und Gerald mit Matjes.


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Gerald und seine Fischexperimente... Er kann einfach nicht nein sagen.

Putgarten mit Rügenhof und Fischbrötchen


Der Rügenhof ist ein Schmuckstück hier im Ort - hier kannst du Kaffee trinken und kleine Geschenke gucken. Allein die „Sicherheitskette“ voller Hühnergötter rund um den Teich ist sehenswert. Nimm dir Zeit, hier kannst du viel entdecken!


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Schau mal, die Kette ist aus Hühnergöttern!
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Danach radeln wir hoch zu den Türmen. Ein Bummelzug verkehrt auf der selben Strecke - spannend, wie häufig der hin und her fährt. Entlang der Strecke hast du immer wieder schöne Blicke auf das Leuchtfeuer und den Peilturm. Einer dieser Fotospots ist speziell gekennzeichnet und du kannst hier eine schöne Aufnahme mit Personen im Vordergrund und den Türmen dahinter machen.


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Was für ein Traumbild - das muss ich auch zeichnen!
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Welcher ist der Hübscheste? Wir lieben alle drei Türme von Kap Arkona!
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Ein Dreamteam. Wären wir noch nicht verheiratet, dann nur hier!

Die drei Türme, Kap Arkona ist erreicht!


Nun sind wir bei den Türmen angelangt. Die Zeit hier auf Kap Akona verstreicht wie im Flug. So viel zu schauen und zu bestaunen. Auch wenn ich mich wiederhole: lass dir Zeit! Die heutige Radtour darf ruhig den ganzen Tag dauern!


Vorbei an den beiden Türmen und dem Einstieg zu den DDR-Bunkern radeln wir nun die Küste entlang. Gleich zu Beginn kannst du ein paar Stufen hinunter steigen und den Siebenschneider-Stein bestaunen. Er ist einer der größten Findlinge von Rügen. Diese massigen Steine wirst du immer wieder hier finden!


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Einfach dahinradeln, wie herrlich entspannend. Und so fein eben!
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Und immer wieder stehenbleiben und die Aussicht genießen!

Unser Radweg geht nun immer der Küste entlang. Wenn du hinunter auf den teilweise sehr einsamen Strand siehst, halte die Augen auf Robben gerichtet. Vielleicht hast du Glück und es sind welche da. Schilder zum richtigen Verhalten den großen Meerestieren gegenüber gibt es immer wieder.


Der Küste entlang - welch Erlebnis!


Einige Zeit führt uns der Weg entlang von Feldern recht frei dahin, dann beginnt zwischen Feld und Küste ein Wald. Nun kannst du wählen: im Wald auf einem Waldpfad oder neben dem Wald auf einem Feldweg. Für mich - als Alltagsradlerin - ist beides gut befahrbar. Nicht weiter schwierig. So wechsle ich zwischen innen und außen, wobei mir im Wald besser gefällt. 



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Schau dir die wunderbaren Farben der Ostsee an. Was für ein Farbenspiel!
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Wenn dir der Weg zu spannend für das Rad ist, dann bleib draußen entlang der Felder!

Der Waldabschnitt ist mit seinem lichten Laub und dem durchblitzenden Wasser der Ostsee sehr hübsch. Verschiedene Laubbäume und Föhren bilden immer wieder spannende Kontraste. Falls du außen gefahren bist: wenn du im Inneren ein kleines Häuschen siehst, dann rate ich dir, nun innen weiter zu fahren. Dazu fährst du am Haus vorbei Richtung See, biegst dort links ein.


Durch den Zauberwald!


Der folgende Abschnitt ist besonders malerisch. Die Landschaft spielt hier alle Stückerl, wie wir Österreicher sagen würden. Nach einiger Zeit geht dein Weg etwas weg von der Küste und dann gleich wieder zu ihr nach vorne: nun kommt der Bereich, der Zauberwald genannt wird. Die Buchen sind durch den Wind verformt und haben eine bizarre, für Buchen untypische Form entwickelt. Nicht so wie die Knüppelbuchen im Hexenwald (Link zu unserem Artikel Hexenwald), jedoch ebenso mystisch und beeindruckend.


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Mystisch mit ihren langen Armen. Ein wenig Harry-Potter-Feeling...
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Imposant und so spannend gewachsen. Ein wahrlich ganz besonderer Wald.
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Steht eine Person neben so einem Giganten, dann wird seine Dimension erst so richtig klar.

Nach dem Hexenwald geht es für uns hinaus aus dem Waldbereich. Hier ist ein Campingplatz, bei seinem Parkplatz wenden wir uns nach links. Bald darauf findest du wieder eine Radmarkierung - unser Ziel heißt nun „::.“ Dazu folgen wir der wenig befahrenen Straße durch den kleinen Ort und dann bis zu einer Kreuzung. Hier queren wir und fahren dem Feldweg entlang. Auch dieser ist mit zwei Spuren asphaltiert und herrlich zu befahren. Am Ende wird er zu einer Straße, der wir nach links folgen. Die Markierung ist perfekt bis zum Schluss, wo wir der Zufahrt zu unserem Campingplatz entlang radeln.


Tourdaten